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Das Kreuzfahrtschiff MS Koningsdam, Rotterdam, der Holland America Line HAL, liegt am 05.10.2019 im Hafen von Neapel, Kampanien, Italien. Foto: Beate Schleep | Verwendung weltweit

Das Kreuzfahrtschiff MS Koningsdam, Rotterdam (Symbolbild). Bild: dpa / Beate Schleep

Gezieltes Manöver: Kriegsschiff rammt deutschen Kreuzer und sinkt

Ein Kriegsschiff der venezolanischen Marine ist gesunken, nachdem es gezielt ein deutsches Kreuzfahrtschiff beschossen und gerammt hatte. Das Ziel: Der Kreuzer sollte offenbar von seinem Kurs abgebracht werden.

Anna-Lena Janzen / t-online

Absurdes Manöver: Ein Patrouillenboot der venezolanischen Marine hat ein deutsches Kreuzfahrtschiff in internationalen Gewässern angeschossen und gezielt gerammt – und ist daraufhin offenbar gesunken. Das teilte die in Hamburg ansässige Betreibergesellschaft der "RCGS Resolute" in einer Mitteilung mit.

Demnach befand sich der Kreuzer, der derzeit unter portugiesischer Flagge operiert, in der Karibik vor der venezolanischen Insel La Tortuga. Der Mitteilung von Columbia Cruise Services zufolge ereignete sich der Vorfall am 30. März.

Wenige Schäden

Die "RCGS Resolute", die bekannt für ihren verstärkten Rumpf für Fahrten durch Eisgewässer in der Antarktis ist, trug demnach nur wenige Schäden davon. Der Kreuzer habe zu dem Zeitpunkt 32 Mitarbeiter aber keine Passagiere an Bord gehabt. Das Kreuzfahrtschiff sei vor der Insel unterwegs gewesen, um auf seiner Leerlaufreise zu seinem Ziel in Curaçao routinemäßige Motorwartungen durchzuführen, heißt es weiter in der Mitteilung.

Die Crew der "Resolute" habe nach dem Vorfall das internationale Rettungskoordinierungszentrum MRCC angefunkt. Die venezolanische Marine habe später aber mitgeteilt, die Mannschaft von der sinkenden "Naiguata" gerettet zu haben.

Venezuelas Präsident Nicolas Maduro sprach nach dem Vorfall in einer Mitteilung von "einem Akt des Terrorismus und der Piraterie" und beraumte eine Untersuchung an. "Wenn es ein Touristenschiff gewesen wäre, hätte es nicht den Anschein gemacht, angreifen zu wollen", wird Maduro zudem in mehreren südamerikanischen Medien zitiert.

Dieser Artikel erschien zuerst bei t-online.de

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