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Bild: getty images/screenshot/montage: watson

Backpacker betteln in Asien um Geld – jetzt rechnet ein Auswanderer mit ihnen ab

In Südostasien betteln immer mehr Touristen um Geld, um ihre Reise finanzieren zu können. Ein Schweizer Unternehmer, der seit mehreren Jahren auf Bali arbeitet, erzählt, weshalb ihn die Begpacker in Bali stören.

Adrian Müller / watson.ch

Einfach mal die hohle Hand machen: In Günstig-Touri-Destinationen wie Thailand, Indonesien oder Vietnam setzen sich mittellose Backpacker mit Pappschildern auf die Straße und betteln um Geld.

Damit nicht genug. Ein watson-User erlebte vor dem Immigration Office auf der Ferieninsel Bali bizarre Szenen. "Ich musste drei Stunden vor dem Gebäude warten, weil barfüssige Traveller vor dem Eingang campierten und den Eingang mit Schildern wie 'Need Money for Visa' versperrten."

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Begpacker betteln in Bangkok um Geld für die Weiterreise. Bild: reddit

Die so genannten Begpacker (beg vom Englischen "begging" = betteln) nerven nicht nur "normale" Touristen und Einheimische, sondern auch die Regierung. In Bali haben die Behörden nun damit angefangen, bettelnde Traveller an die jeweiligen ausländischen Botschaften zu verweisen.

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Der Schweizer Fabian Kronig arbeitet seit 2011 in Bali. Bild: zvg

Nur den Kopf schütteln über das Verhalten der Begpacker kann Fabian Kronig. Der Schweizer Unternehmer arbeitet seit acht Jahren auf Bali und managt das Hideout-Hostel im Hipster-Ort Canggu. "Betteln um zu reisen, neben Locals, die betteln um zu überleben, ist einfach nur respektlos gegenüber dem Land und seinen Leuten", sagt der 31-Jährige zu watson.

Er habe sich den Respekt der Balinesen in den letzten Jahren hart erarbeitet, indem er sich gegenüber ihrem Glauben und ihrer Lebenseinstellung offen gezeigt habe. "Es ist ein Ort, an dem Karma eine wichtige Rolle spielt. Begpacker missachten dies völlig und stoßen die Locals vor den Kopf."

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