International

Ein Vulkan legt Balis Flughäfen lahm – tausende Touristen kommen nicht von der Insel

Was beeindruckend aussieht, sorgt für Chaos auf der indonesischen Urlaubsinsel Bali. Denn: Der Vulkan Agung spuckt Asche. Der Flugverkehr liegt weitgehend lahm.

So beeindruckend sieht die Aschewolke über dem Agung aus:

Der Vulkan Agung im Osten der Insel ist bereits seit Monaten aktiv. Seit Mittwoch steigen aus dem gut 3000 Meter hohen Berg Aschewolken bis zu 2,5 Kilometer in den Himmel. Die Alarmstufe der Behörden ist auf dem zweithöchsten Niveau. Das Gebiet im Umkreis von vier Kilometern rund um den Vulkan gilt als Gefahrenzone.

Foreign tourists sit at a photo booth as their flight to Bali was canceledled due to Mount Agung's eruption, at Lombok International airport in Lombok Tengah, Indonesia, June 29, 2018.  Antara Foto/Ahmad Subadi/via REUTERS  ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. MANDATORY CREDIT. INDONESIA OUT. NO COMMERCIAL OR EDITORIAL SALES IN INDONESIA.

Warten, warten, warten... Bild: ANTARA FOTO/REUTERS

Bei den letzten großen Ausbrüchen starben etwa 1200 Menschen

Seit Monaten hält der Agung mit seiner erhöhten Aktivität die Menschen auf Bali mit kleineren und mittleren Eruptionen in Atem, die befürchtete Katastrophe blieb bislang jedoch aus. Die letzten tödlichen Eruptionen des Agung hatten sich 1963 und 1964 ereignet, damals kamen etwa 1200 Menschen ums Leben. Indonesien liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde, an der verschiedene Platten der Erdkruste aufeinander treffen. Dort kommt es besonders oft zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen. Allein in Indonesien gibt es mehr als 120 aktive Vulkane.

(fh/dpa)

So viel Zerstörung kann ein Vulkanausbruch anrichten. Das hier war der Vulkan Kilauea auf Hawaii.

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

5 Gründe, warum Bali die Nase voll von der Touristen-Invasion hat

Den Balinesen reichts. Weil Instagrammer auf heiligen Stätten posieren, erlässt die Regierung nun ein Bikini-Verbot. Dies ist nur ein Beispiel, wie der Massentourismus die Götterinsel langsam erstickt. Die Einheimischen leiden.

Die Zeit drängt. Tourbus um Tourbus staut sich vor dem Eingang zum weltberühmten Hindu-Tempel Tanaloth auf Bali. Mit Selfie-Sticks bewaffnet hasten die Touristenscharen durch das Wirrar von Marktständen zum Sunset Point. Russen, Deutsche und Chinesen.

Ein Victory-Zeichen …

Artikel lesen
Link zum Artikel