International
MOSCOW, RUSSIA - SEPTEMBER 13, 2018: RT Editor-in-Chief Margarita Simonyan shows an image of two men during an interview with Alexander Petrov and Ruslan Boshirov, who are suspected by the British authorities of poisoning former GRU officer Sergei Skripal and his daughter Yulia in Salisbury, United Kingdom in March 2018. RT video screengrab/TASS PUBLICATIONxINxGERxAUTxONLY TS090770

Eine russische Journalistin hält ein Foto der zwei mutmaßlichen Täter im Fall Skripal in die Kamera. Bild: imago stock&people

Skripal-Attentat: Diese Verbindung sollen die Verdächtigen zu Moskau haben

dAVID RUCH

Im Fall des Giftanschlags auf den russischen Ex-Agenten Sergei Skripal und dessen Tochter scheint sich der Verdacht gegen den russischen Staat zu erhärten. Das investigative Recherche-Netzwerk Bellingcat und das russische Portal The Insider wollen einen der beiden Verdächtigen zweifelsfrei identifiziert haben.

Es handelt sich demnach um den Oberst des russischen Militärgeheimdienstes GRU Anatoli Chepiga.

Bellingcat erklärte nun, Boschirow sei ohne Zweifel Anatoli Chepiga. Mehrere Personen, die mit dem Verdächtigen oder den Ermittlungen vertraut seien, hätten die Identität und die Recherchen von Bellingcat bestätigt.

Die britischen Ermittler werfen Boschirow und Petrow vor, unter Decknamen nach Salisbury gereist zu sein und den Giftanschlag auf Sergei und Julia Skripal verübt zu haben. Vater und Tochter Skripal waren am 4. März bewusstlos auf einer Parkbank in der südenglischen Kleinstadt entdeckt worden. Sie mussten wochenlang intensiv behandelt werden und entkamen nur knapp dem Tod. Die Britin Dawn Sturgess, die ebenfalls mit dem Gift in Kontakt kam, verstarb.

FILE PHOTO: Alexander Petrov and Ruslan Boshirov, who were formally accused of attempting to murder former Russian intelligence officer Sergei Skripal and his daughter Yulia in Salisbury, are seen in an image handed out by the Metropolitan Police in London, Britain September 5, 2018. Metroplitan Police handout via REUTERS/File Photo   FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. IT IS DISTRIBUTED, EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS

Alexander Petrov and Ruslan Boshirov Bild: REUTERS

London macht den Kreml für das Attentat verantwortlich. "Die Regierung ist sich sicher, das diese Männer Mitarbeiter des russischen Militärgeheimdiensts GRU sind, die eine verheerend giftige, illegale chemische Waffe auf den Straßen unseres Landes eingesetzt haben", teilte das britische Außenministerium Mitte September mit. Moskau bestreitet die Vorwürfe. Der Fall löste eine schwere diplomatische Krise aus.

Laut Bellingcat ließen die Enthüllungen keinen Zweifel, dass die Verdächtigen in feindlicher Regierungsmission handelten. Dafür spreche auch, dass die mutmaßlichen Geheimdienstler mit Tarnidentitäten nach Großbritannien gereist seien. Das Recherche-Portal mutmaßte zudem, dass Präsident Wladimir Putin die Identität Chepigas bekannt gewesen sein dürfte. Der mutmaßliche Geheimdienst-Oberst war für seine Dienste in der Armee mit dem höchsten staatlichen Orden ausgezeichnet worden, als "Held der Russischen Förderation". Gewöhnlich wird die Auszeichnung vom russischen Präsidenten verliehen.

Der Kreml-Chef hatte sich Mitte September persönlich vor die beiden Verdächtigen gestellt. Es gäbe "nichts Außergewöhnliches und Kriminelles" an ihnen, hatte Putin erklärt. Es handle sich um Zivilisten, nicht um Militärangehörige.

Dieser Text erschien zuerst auf t-online.de

Exklusiv

Obama-Stratege zu Trumps Plan, vor Gericht zu ziehen: "Auch bei uns standen die Anwälte schon in den Startlöchern"

Joe Biden holt durch die Briefwahlstimmen immer mehr auf und steht kurz davor, US-Präsident zu werden. Noch-Amtsinhaber Donald Trump gefällt das gar nicht und sein Lager kündigt wütend an, die Auszählungen stoppen sowie bereits feststehende Ergebnisse überprüfen zu lassen. Wahlkampf-Experte Julius van de Laar analysiert für watson das bisherige Ergebnis der US-Wahl und erklärt, warum auch Barack Obama notfalls geklagt hätte, um Präsident zu werden.

Noch in der Wahlnacht machte Donald Trump wahr, was er angekündigt hatte: Er erklärte sich selbst zum Sieger. Obwohl er in den Hochrechnungen hinten lag, reklamierte er die Präsidentschaft für sich und forderte, das Auszählen der Briefwahlstimmen einzustellen. Außerdem kündigte er an, gegen das Wahlergebnis vor Gericht ziehen zu wollen und eine Neuauszählung der Stimmen in einigen Bundesstaaten einzuklagen.

Ob dieser Schritt Donald Trump näher zu einer zweiten Amtszeit als US-Präsident bringen …

Artikel lesen
Link zum Artikel