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"Eine neue Art der Kriegsführung" – britischer Verteidigungsminister greift Russland an

Nach Ansicht des britischen Verteidigungsministers Gavin Williamson hat "die Welt eine neue Ära der Kriegsführung betreten". Der russische Präsident Wladimir Putin versuche, andere Länder zu unterminieren, unter anderem durch Cyberattacken.

Der Anschlag auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal vor vier Wochen sei eine "kaltblütige, chemische Attacke" gewesen und Putins Verhalten "bösartig", schrieb Williamson in der Zeitung "Sunday Telegraph".

"Wir sollten nicht vergessen, dass das der erste offensive Gebrauch eines Nervengifts in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg war."

Gavin Williamson Sunday Telegraph

Was war geschehen?

Sergej Skripal und seine Tochter Julia waren am 4. März bewusstlos auf einer Parkbank im südenglischen Salisbury entdeckt worden. Sie waren nach britischen Angaben mit einem Kampfstoff vergiftet worden, der einst in der Sowjetunion hergestellt worden war.

Skripals Tochter Julia:

FILE - This is a file image of the daughter of former Russian Spy Sergei Skripal, Yulia Skripal taken from Yulia Skipal's Facebook account on Tuesday March 6, 2018. British health officials say the daughter of a Russian ex-spy has responded well to treatment and is no longer in critical condition after a nerve-agent attack, it was reported on Thursday, March 29, 2018. (Yulia Skripal/Facebook via AP, File)

Bild: Facebook/Yulia Skripal

London hält Putin für den Drahtzieher des Anschlags. Der Kreml weist das strikt zurück und fordert Beweise für die Beschuldigungen. Der Streit löste eine schwere internationale diplomatische Krise aus. Moskau pocht unter anderem darauf, Kontakt zu Julia Skripal zu bekommen, der es inzwischen deutlich besser geht.

Ein Sprecherin des Außenministeriums sagte, man denke darüber nach. Es müssten aber auch gesetzliche Vorgaben und die Wünsche der Frau berücksichtigt werden. Sergej Skripal befindet sich weiter in einem kritischen Zustand. 

(ak/dpa)

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