International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.
Peter Tatchell

Bild: dpa

Ein Plakat reichte: Moskaus Polizei hat LGBTQ-Aktivist Tatchell festgenommen

Der britische LGBTQ-Aktivist Peter Tatchell ist in Moskau festgenommen worden, nachdem er vor dem Kreml mit einem Plakat demonstrierte.

In einem Livefeed auf Youtube erkennt man, wie der 66-Jährige am Donnerstag mit einem Plakat  vor dem Kreml steht, dann von der Polizei befragt und im Streifenwagen weggefahren wird.

Der Livefeed der Festnahme

abspielen

Video: YouTube/Peter Tatchell Foundation

Auf seinem Plakat war der Satz "Putin fails to act against Chechnya torture of gay people" zu lesen – übersetzt: Putin versäumt es, gegen die Folter homosexueller Menschen in Tschetschenien vorzugehen. 

Peter Tatchell

Bild: dpa

Der Hintergrund: April 2017 hatte die kremlkritische Zeitung "Nowaja Gaseta" berichtet, dass Dutzende Homosexuelle in Tschetschenien verschleppt und misshandelt wurden.

Die Polizei soll Tatchell auf die Tverskaya Polizeistation gebracht haben. Auf seinem Blog hatte Tatchell am Mittwoch noch sein Engagement in Russland zur WM 2018 erklärt: "Es ist entsetzlich, das dieses Turnier in einem Land stattfindet, in dem schwulen Fußballfans offen gedroht wird, dass sie gejagt, geschlagen und niedergestochen werden."

Tatchell, der angibt, 2007 selbst von Neonazis in Moskau zusammengeschlagen worden zu sein, während die russische Polizei daneben gestanden hätte, engagiert sich seit Beginn der 90er-Jahre für die Rechte der LGBTQ-Community.

Peter Tatchell engagiert sich seit Jahrzehnten für die Rechte Homosexueller

Peter Tatchell LGBTQ

Bild: petertatchell.net

Er kritisiert, dass Russland Pride-Paraden unterbinden würde und die Rechte Homosexueller mit Füßen trete. "Die meisten LGBT+-Menschen in Russland haben zu große Angst, öffentlich gegen ihre Verfolgung zu protestieren", schrieb er weiter. "Sie haben Angst, verhaftet und von Extremisten zusammen geschlagen zu werden. Ich bin hier, um mich mit ihrem Freiheitskampf solidarisch zu zeigen."

Auch der deutsche Lesben- und Schwulenverband (LSVD) hat den Fußball-Weltverband FIFA vor dem Start der WM aufgefordert, sich für den Schutz der Menschenrechte einzusetzen. Die FIFA müsse unmissverständlich klar machen, "dass die von ihr verabschiedeten Richtlinien für Menschenrechte nicht nur heiße Luft sind", sagte Christian Rudolph, LSVD-Bundesvorstand.

So wird in Berlin für LGBTQ-REchte demonstriert!

abspielen

Video: watson/Felix Huesmann, Lia Haubner

Der Weltverband müsse deshalb auch "hinter allen Fans und Spielern stehen", so Rudolph weiter, "die sich während der WM für die Menschenrechte stark machen". 

Peter Tatchells Unterstützer fordern die Online-Community derzeit auf, seine Festnahme zu retweeten und den Aktivisten damit zu stärken.

(jd/fh/dpa/afd)

Und kunterbunt geht es weiter

"Palme gefällt" – ZDF-Show gratuliert Caitlyn Jenner mit geschmacklosen Eunuchen-Witz

Link zum Artikel

"Eigentlich ist es ganz einfach: Schwulsein ist nicht witzig"

Link zum Artikel

Gleichgeschlechtliche Paare dürfen in Griechenland jetzt Pflegeeltern werden

Link zum Artikel

Zu schwul, zu viele Tattoos – China zensiert den ESC und der reagiert sofort

Link zum Artikel

Stehen ein Schwuler, ein Jude, ein Moslem und zwei Flüchtlinge in einer Bäckerei...

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

So instrumentalisieren rechte Ideologen den Brand von Notre-Dame für ihre Zwecke

Link zum Artikel

Diese Iranerin zog ihr Kopftuch aus und muss jetzt ein Jahr ins Gefängnis

Link zum Artikel

Hartz-IV-Sanktionen in der Schulzeit: "Ich lebte von 30 Euro im Monat"

Link zum Artikel

"Wir sind nicht bei der WM!" Club aus Brandenburg hat 5 Regeln für Helikopter-Eltern

Link zum Artikel

Bei der Hillsborough-Tragödie sterben 96 Fans – und werden dafür beschuldigt

Link zum Artikel

Vermisst und wieder aufgetaucht – 7 Fälle von Kindern, die verschwunden waren

Link zum Artikel

Der HSV wirbt mit seinen Fans – nur sind's keine Hamburger. Sondern Magdeburger!

Link zum Artikel

Weil Erdogan kam, drang die Polizei in das Büro dieses Abgeordneten ein – jetzt klagt er

Link zum Artikel

"Junge Mädchen werden hier kaputtgefickt" – Ex-Prostituierte will Sexkaufverbot erreichen

Link zum Artikel

Erstes Foto von einem Schwarzen Loch – und das Internet so 🤷‍♀️

Link zum Artikel

Findest du heraus, welche dieser traurigen Tier-Fakten stimmen?

Link zum Artikel

Die coolste Socke gehört auf den "GoT"-Thron! #TeamTyrion

Link zum Artikel

Pete wer??? Die neue Demokraten-Hoffnung ist jung, schwul und will Donald Trump besiegen

Link zum Artikel

"Finde das furchtbar!" Hamburg kämpft gegen Helikoptereltern – diese 3 Mütter machen mit

Link zum Artikel

Vorhaut-Cremes und Unten-ohne-Sonnenbäder: Die absurdesten Promi-Beauty-Tipps

Link zum Artikel

Wurden sie über Bord geworfen? Tote Kühe am Strand von Teneriffa angespült

Link zum Artikel

9 Eltern, die ihren Sinn für Humor hoffentlich weitervererben

Link zum Artikel

Frauenarzt?! Was im Rammstein-Video zu "Deutschland" keinem auffiel

Link zum Artikel

Nach dem sinnlosen Tod von Hund Sam warnt sie vor diesem Spielzeug

Link zum Artikel

19 Bilder, die dir zeigen: Es ist nicht alles, wie es scheint

Link zum Artikel

Der Tod des Patriarchats! Daenerys auf den Thron #TeamDaenerys

Link zum Artikel

Ich habe mich mit Mama & Oma über Emanzipation unterhalten – es lief anders, als erwartet

Link zum Artikel

Diese Russin ist ein Insta-Star – weil sie ihr Wald-Leben inszeniert wie eine Stadt-Ikone

Link zum Artikel

Wenn die Sonne stirbt, ist das wie ein leiser Pups

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Brunei droht Homosexuellen mit Todesstrafe – so gefährlich lebt die Community weltweit

Trotz internationaler Proteste ist in Brunei ein verschärftes Strafrecht in Kraft getreten, das unter anderem für gleichgeschlechtlichen Sex die Todesstrafe vorsieht. Die Regelung, die seit Mittwoch gilt, basiert auf der islamischen Scharia und sieht auch die Todesstrafe für Ehebruch vor.

Die EU kritisierte die Strafen deutlich und warf Brunei die Verletzung internationaler Verträge zum Schutz von Menschenrechten vor.

Gleiches soll nun auch in Kenia geschehen. Am Freitag soll der "High Court" …

Artikel lesen
Link zum Artikel