International

Nato wirft russische Diplomaten aus Vertretung

Jetzt hat der Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg in Brüssel angekündigt, dass sieben russische Diplomaten die Brüsseler Vertretung ihres Landes verlassen müssten.

Schon nach der Anexion der Krim 2014 hatte das Land seine Vertretung verkleinern müssen. Zuletzt waren 30 Diplomaten zugelassen. Die Position des russischen Botschafters ist in Brüssel seit einigen Monaten unbesetzt. 

Stoltenberg teilte am Dienstag mit, dass die Obergrenze der russischen Vertretung auf 20 gesenkt werden solle. 

Viele Länder haben mittlerweile russische Diplomaten ausgewiesen:

Die Nato-Staaten hatten den Anschlag auf Skripal bereits Mitte des Monats verurteilt und ihre Solidarität mit Großbritannien zum Ausdruck gebracht. Zuletzt wiesen rund zwei Dutzend Nato-Partner Großbritanniens und Verbündete mehr als 140 russische Diplomaten aus.

Anschlag auf Sergej Skripal in Salisbury

Anfang März waren der frühere russische Doppelagent Sergej Skripal und seine Tochter Julia im englischen Salisbury schwer vergiftet worden. Nach derzeitigem Ermittlungsstand verwendeten die unbekannten Angreifer dabei den in der früheren Sowjetunion entwickelten Giftstoff Nowitschok. Deshalb macht London Moskau für die Tat verantwortlich. Russland streitet jegliche Verantwortung für die Tat ab. 

(pb/dpa)

Nawalny in Haft: Merkel fordert "unverzügliche Freilassung"

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Verhaftung des Kremlkritikers Alexej Nawalny nach seiner Rückkehr nach Moskau scharf verurteilt und seine sofortige Freilassung verlangt. "Die russischen Behörden haben das Opfer eines Mordanschlags mit C-Waffen verhaftet und nicht die Täter", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin.

"Die Bundesregierung ruft die russische Regierung daher nachdrücklich dazu auf, erstens Herrn Nawalny unverzüglich freizulassen; und zweitens die …

Artikel lesen
Link zum Artikel