Protestaktion nach brutaler Attacke auf fünf Frauen in Genf – ein Opfer liegt im Koma

Rund 200 Menschen gingen am Donnerstagabend in Genf auf die Straße um gegen Gewalt an Frauen zu demonstrieren. Der Grund: Am Mittwochmorgen hatte eine Gruppe junger Männer fünf Frauen brutal angegriffen. Eines der Opfer befindet sich im Koma. Dies berichten das SRF,  Blick.ch und andere Schweizer Medien.

Des personnes manifestent lors d'un rsassemblement suite a l'agression violente contre cinq femmes a la soirtie d'une boite de nuit ce jeudi 9 aout 2018 a Geneve. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott) |

Eine Frau protestiert gegen Gewalt gegen Frauen am Donnerstagabend in Genf. Bild: KEYSTONE

Zwei Frauen schwer am Kopf verletzt 

Zum brutalen Angriff kam es am Mittwochmorgen kurz vor fünf Uhr in Genf. Fünf Frauen zwischen 22 und 33 wurden laut SRF auf der Straße von einer Gruppe Männer angegriffen, nachdem sie ein Nachtlokal verlassen hatten. Zwei der Frauen wurden dabei so schwer am Kopf verletzt, dass ihr Zustand weiterhin ernst ist. Eine von ihnen liegt sogar im Koma. Auch die anderen drei Frauen mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

Bei den Schlägern soll es sich laut Blick.ch um 18- bis 19-jährige Männer handeln. Die Genfer Polizei ermittelt und sucht nach Zeugen, die von der Tat Bilder oder Videos gemacht haben.

Die Genfer Polizei bittet um Zeugen

"Empört darüber, was passiert ist"

Organisiert wurde die Kundgebung am Donnerstagabend von SolidaritéS mit der Bewegung "La Marche Mondiale des femmes". Sprecherinnen und Sprecher brachten zum Ausdruck, welche Wut das Ereignis hervorgerufen hat und dass Frauen das Recht hätten, überall hinzugehen, ohne um ihre Integrität fürchten zu müssen.

"Wir weigern uns Angst zu haben"

Des personnes manifestent lors d'un rsassemblement suite a l'agression violente contre cinq femmes a la soirtie d'une boite de nuit ce jeudi 9 aout 2018 a Geneve. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott) |

Bild: KEYSTONE

"Wir sind empört darüber, was passiert ist und verurteilen diese Gewalt, welche gegen die Frauen angewendet wurde"

Stefanie Prezioso von der Bewegung SolidaritéS im SRF

Auch in Lateinamerika gibt es Proteste um Gewalt gegen Frauen zu stoppen:

(czn)

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