International

Schweizer Hotel sucht "willige Studentin" – wir haben mal nachgefragt

"Im Hotel-Restaurant Rarnerhof wird gesucht – und zwar 1 junge, willige Studentin" so lautet eine Stellenausschreibung, die am 7. Februar in einer Schweizer Zeitung gedruckt wurde.  

Einige User in den sozialen Medien stolperten über die Anzeige – und störten sich an der eigenwilligen Formulierung. Auf Anfrage von watson beschwichtigt das Hotel die Anfeindungen. Man suche eine junge Frau, die motiviert sei und Lust habe, im Service zu arbeiten. "Wir sind keine Puffbar, sondern ein seriöses Hotel und Restaurant", so die Hotelbesitzerin. 

Dass man spezifisch nach einer jungen Frau Ausschau halte, liege an der Dorfmentalität. "Wissen Sie, ich würde auch gerne einen Mann anstellen, aber die Restaurantgäste fragen mich dann immer: 'Hast du keine Frau gefunden?'", so die Besitzerin.

Ihr sei nicht bewusst gewesen, dass das Wort "willig" womöglich falsche Assoziationen auslösen könne. Da Französisch ihre Muttersprache sei, habe sie darauf gezählt, dass die Redaktion der Zeitung eventuelle Fehler korrigieren würde. 

Bei der Redaktion ist man sich keiner Schuld bewusst. Es sei an erster Stelle immer der Auftraggeber, der das Wording der Anzeige bestimme. "Etwas in der Anzeige zu ändern, ist immer heikel, da es dann für den Auftraggeber nicht mehr stimmen könnte", so eine Redakteurin. 

Die Hotelbesitzerin will zukünftige Fauxpas vermeiden. Kommenden Samstag, wenn die Anzeige erneut erscheint, wird das Wort "willig" durch "motiviert" ersetzt. 

(ohe)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Diese Fotos zeigen die dramatische Gletscher-Schmelze in der Schweiz

Bis heute sind bereits mehr als 500 Schweizer Gletscher der Klimaerwärmung zum Opfer gefallen. Wenn nichts gegen den Klimawandel unternommen wird, werden auch die 1500 noch bestehenden Gletscher bis Ende des Jahrhunderts folgen, wie die Nachrichtenagentur Reuters am Montag berichtet.

Die Folgen: Kurzfristig kann das Schmelzeis zu einem Anstieg des Wasserspiegels führen, langfristig rechnet man jedoch damit, dass der Spiegel sinken wird. Hinzu kommt laut Experten die Zunahme von Steinschlägen …

Artikel lesen
Link zum Artikel