International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Basken demonstrieren mit 200 Kilometer langer Menschenkette für Unabhängigkeit von Spanien

Die Katalanen sind nicht die Einzigen in Spanien, die die Unabhängigkeit vom spanischen Zentralstaat fordern.

Im Baskenland gingen am Sonntag Zehntausende Menschen auf die Straße, um für das Recht auf freie Selbstbestimmung zu demonstrieren. Die Unabhängigkeitsbefürworter bildeten Medienberichten zufolge eine rund 200 Kilometer lange Menschenkette zwischen San Sebastián und der Regionalhauptstadt Vitoria. Es beteiligten sich nach Angaben der Organisatoren rund 175.000 Menschen. Vitorias Bürgermeister Gorka Urtaran sagte:

"Die Basken haben das Recht, über ihre Zukunft völlig frei bestimmen zu können."

So haben Zehntausende Basken für die Unabhängikeit von Spanien demonstriert:

Auch in Katalonien bewegt sich was

Auch in den Konflikt um die Unabhängigkeitsbestrebungen Kataloniens kommt nach dem Fall des konservativen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy etwas Bewegung.

Die neue sozialistische Regierung will einen Dialog mit den Separatisten aufnehmen. Man wolle unter anderem eine Debatte über eine Verfassungsreform hin zu einem Föderalstaat einleiten, sagte die Ministerin für Territorialpolitik, Meritxell Batet, am Samstag in Barcelona. Der Chef der katalanischen Regionalregierung, Quim Torra, begrüßte diese Aussagen und sagte: "Alle Vorschläge sind willkommen."

Batet hatte bei einer Veranstaltung in der katalanischen Hauptstadt erklärt, man könne auf die Forderungen der Separatisten in Katalonien und anderen Regionen Spaniens nicht nur mit Aufrufen zur Achtung der Gesetze reagieren. Man müsse vielmehr den Dialog fördern und eine Verfassungsreform erreichen, die den Regionen noch mehr Autonomie gebe. Ein solche Reform sei "dringend nötig, realisierbar und wünschenswert", sagte sie.

Vom bewaffneten Kampf zur politischen Debatte

Erst Anfang Mai hatte die baskische Untergrundorganisation ETA fast 60 Jahre nach ihrer Gründung ihre Auflösung bekanntgegeben. 

Die Organisation erklärte:

"Die ETA hat all ihre Strukturen vollständig aufgelöst. Die ETA erklärt ihre gesamte politische Aktivität für beendet."

Die 1959 gegründete Separatistenorganisation führte in Spanien über Jahrzehnte einen blutigen Kampf gegen den spanischen Zentralstaat und für ein unabhängiges Baskenland im Norden Spaniens und im Südwesten Frankreichs. Bei Anschlägen kamen mehr als 800 Menschen ums Leben.

A municipal worker removes graffiti reading

Kurz nach der Bekanntgabe der Auflösung der Organisation wird ein Grafito der ETA in Bilbao entfernt. Bild: VINCENT WEST/Reuters

Die Organisation hatte bereits 2011 ihren Gewaltverzicht verkündet und sich ein Jahr später zur Auflösung und Entwaffnung bereit erklärt. Letztere war im vergangenen Jahr abgeschlossen worden, als die Organisation den Behörden in Bayonne, im französischen Teil des Baskenlandes, eine Liste mit den Verstecken ihrer Waffenarsenale übergab.

(fh/afp/dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

Liebe am Arbeitsplatz 💓 hat 2 holländischen Politikern den Job gekostet

Link zum Artikel

Wie die Rechte immer noch versucht, den Mord in Kandel zu instrumentalisieren

Link zum Artikel

Trump lädt Kim ins Weiße Haus ein, falls der Gipfel gut läuft

Link zum Artikel

++ Vettel patzt in Japan, Hamilton vor WM-Gewinn ++

Link zum Artikel

Ab heute wählen die Deutschtürken den Präsidenten der Türkei – das sind die Prognosen

Link zum Artikel

Erste Festnahmen nach den Brandanschlägen auf Moscheen

Link zum Artikel

Wo im Juni ein syrischer Junge starb, schmieren jetzt offenbar Nazis Hakenkreuze

Link zum Artikel

Die Deutsche Bahn beleidigt eine Abgeordnete rassistisch – und entschuldigt sich jetzt

Link zum Artikel

Donald Trump sagt, die Kriminalität in Deutschland steigt – stimmt das?

Link zum Artikel

Trump setzt Sanktionen in Kraft, Irans Präsident Ruhani hält dennoch am Atomabkommen fest

Link zum Artikel

Ex-SPD-Mann will für Erdoğan ins türkische Parlament – 4 Fakten zu Mustafa Erkan

Link zum Artikel

Politik auf Instagram? Klingt komisch, funktioniert aber – zeigt dieser Künstler! 

Link zum Artikel

Ach Lars Steinke, du hast deine eigene AfD einfach nicht verstanden...

Link zum Artikel

Das bezweckt die AfD mit Provokationen wie dem "Vogelschiss"-Skandal

Link zum Artikel

Bayerns Grüne klagen gegen das Polizeiaufgabengesetz 

Link zum Artikel

Die 3 wichtigsten Aussagen von Seehofer und Baerbock in den Sommerinterviews

Link zum Artikel

"Israel ausrotten" – das steckt hinter der Al-Quds-Demonstration in Berlin

Link zum Artikel

Unionsstreit: Die Party ist vorbei. Der Kater kommt im Juli. Garantiert

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Neue Welle der Homosexuellen-Verfolgung in Tschetschenien: "Sie wurden zu Tode gefoltert"

Erneut werden in Tschetschenien offenbar LGBT-Personen verfolgt, eingesperrt und nach den Angaben der Organisation "Russian LGBT Network" sogar in mindestens zwei Fällen zu Tode gefoltert.

Bereits 2017 gab es in der russischen Teilrepublik eine Verfolgungswelle vor allem gegen schwule Männer. Etwa hundert Personen sollen laut Angaben von Menschenrechtsorganisationen festgenommen und in Lagern und Geheimgefängnissen eingesperrt worden sein. Die russische Zeitung "Nowaja Gaseta" berichtete unter …

Artikel lesen
Link zum Artikel