January 19, 2021: Kafr Dariyan, Idlib. 19 January 2020. Teaching and exams take place at a school in the northern Syrian village of Kafr Dariyan, close to the border with Turkey. Schools have remained opened and teaching has continued in opposition-controlled areas in northwest Syria, despite the ongoing war in the country and the threat posed by the Coronavirus pandemic. Although northwest Syria has largely escaped the Coronavirus crisis until recently, there are serious concerns that a spike in covid-19 cases during the current winter season will exacerbate the current humanitarian crises and the suffering of Syrians trapped in the long-standing conflict in their country - ZUMAd99_ 20210119_zap_d99_158 Copyright: xJumaxMuhammadx

Viele junge Menschen leiden unter der ungewissen Zukunft und den wenigen Perspektiven. Bild: IMAGO / ZUMA Wire

Studie: Fast jeder zweite junge Syrer verlor Angehörige

Ein Jahrzehnt nach Beginn des Bürgerkriegs in Syrien leiden vor allem jungen Menschen unter den Folgen. Fast jeder Zweite der 18- bis 25-Jährigen (47 Prozent) hat bereits ein Familienmitglied oder einen Freund verloren, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) hervorgeht. Zwölf Prozent der Befragten wurden im Krieg verletzt, 62 Prozent sind innerhalb des Landes oder ins Ausland geflohen. Für die Studie wurden 1400 Syrer in Syrien, im Libanon und in Deutschland befragt.

Alltag voller Unsicherheiten wirkt sich auf die Psyche aus

Gut drei Viertel der Befragten haben zudem Schwierigkeiten, sich Lebensmittel leisten oder kaufen zu können. Vor allem Befragte, die noch in Syrien leben, leiden zudem unter psychischen Problemen: Mehr als die Hälfte hatte in den vergangenen zwölf Monaten mit Schlafstörungen, Angst und Depression zu kämpfen. Am wichtigsten für ihr Leben in der Zukunft ist den meisten jungen Frauen und Männern der Umfrage zufolge Stabilität.

Knapp ein Viertel aller Menschen in Syrien hat der Organisation Handicap International zufolge zudem eine Behinderung – fast doppelt so viele wie im weltweiten Durchschnitt. Der Wiederaufbau und die Befreiung des Landes von Minen und Bomben nach einem Kriegsende werde Generationen dauern, warnte die Leiterin der politischen Abteilung, Eva Maria Fischer. "Tausende von Tonnen Schutt, vermischt mit explosiven Überresten, müssen geräumt werden." Die Organisation forderte ein Ende der Bombardierungen von Wohngebieten.

Syrien-Konflikt dauert schon fast zehn Jahre

Der Konflikt in Syrien war im März 2011 mit Protesten gegen die Regierung von Machthaber Baschar al-Assad ausgebrochen. Die Sicherheitskräfte gingen damals mit Gewalt gegen Demonstrationen vor. Daraus entwickelte sich ein Bürgerkrieg mit internationaler Beteiligung. Mehr als 400.000 Menschen wurden getötet, rund zwölf Millionen vertrieben. 13,4 Millionen Syrer sind nach UN-Angaben derzeit auf Hilfe angewiesen, zwei Millionen lebten in extremer Armut. Alle Bemühungen um eine politische Lösung für den Konflikt blieben bislang erfolglos.

(vdv/dpa)

Frauentag

"Wir zeigen, wie entschlossen Frauen sind, für ihre Rechte zu kämpfen": Wofür Frauen sich weltweit gerade einsetzen

Frauen haben weltweit noch immer mit einer Reihe von Benachteiligungen, Problemen und Ungerechtigkeiten zu kämpfen. Laut der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung hat im Jahr 2021 noch immer kein Land der Welt Geschlechtergerechtigkeit erreicht.

Noch immer treten Frauen überall auf der Welt daher für ihre Rechte und Bedürfnisse ein: Sie wollen mehr Bildung, mehr Sicherheit, mehr Freiheit. Sie kämpfen gegen Gewalt und Unterdrückung, sie setzen sich für Selbstbestimmung und Beteiligung ein.

Aber mit …

Artikel lesen
Link zum Artikel