Bild

Ein türkischer Polizeiwagen fährt entlang der Grenze zu Syrien in der Provinz Sanliurfa. Nach Beschüssen aus Syrien befinden sich die Städte an der Grenze zu Syrien in Alarmbereitschaft. Bild: Lefteris Pitarakis/AP/dpa

Fast 800 Angehörige von IS-Anhängern aus Lager geflohen

Fast 800 Angehörige von Kämpfern des sogenannten "Islamischen Staats" (IS) sind nach jüngsten Angaben der kurdischen Behörden aus einem Lager in Nordsyrien geflohen.

Seit Beginn der türkischen Offensive gegen die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) am Mittwoch besteht international die Sorge, dass die tausenden inhaftierten IS-Kämpfer und ihre Angehörigen die Chance nutzen, um aus kurdischer Haft zu fliehen. In den kurdischen Gefängnissen in Nordsyrien sind rund 12.000 IS-Kämpfer inhaftiert, darunter bis zu 3000 Ausländer.

Zudem leben in dem Internierungslager al-Hol sowie weiteren Camps in der Region rund 12.000 ausländische Frauen und Kinder. Viele von ihnen waren im März bei der Eroberung der letzten IS-Bastion Baghus im Osten Syriens durch die YPG-Miliz in Gefangenschaft geraten. Die syrische Kurdenmiliz ist ein wichtiger Verbündeter des Westens im Kampf gegen die Dschihadisten, gilt Ankara aber wegen ihrer engen Verbindungen zu kurdischen Rebellen in der Türkei als Bedrohung.

(hd/afp)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Eskalation in Syrien: Türkei will Nato-Hilfe – und droht mit Grenzöffnung

In Syrien ist der Konflikt zwischen Regierungstruppen und der türkischen Armee eskaliert. Die türkische Regierungspartei fordert nun Unterstützung der Nato und kündigt an, Flüchtlinge nach Westen weiterziehen zu lassen. Hunderttausende Menschen leiden unter der Gewalt.

In der syrischen Provinz Idlib hat sich in der Nacht die Situation immens verschärft. Bei Luftangriffen des Militärs von Machthaber Baschar al-Assad auf Stellungen der türkischen Armee wurden nach türkischen Angaben mindestens 33 Soldaten getötet, 36 wurden verletzt.

Als Vergeltung griff die türkische Armee in der Nacht zum Freitag Stellungen der Assad-Truppen an. Die Uno und die Nato riefen die Konfliktparteien zur raschen Deeskalation auf.

Der Sprecher der Regierungspartei AKP, Ömer Celik, …

Artikel lesen
Link zum Artikel