International
Bild

Kenneth McKenzie gibt über den Einsatz von US-Spezialkräften im Nordwesten Syriens, der zum Tod des Anführers der Terrormiliz Islamischer Staat, Abu Bakr Al-Bagdadi, geführt hat, eine Pressekonferenz im Pentagon. Bild: AP

IS bestätigt: Al-Bagdadi ist tot – Miliz will Rache und benennt neuen Kalifaten

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat den Tod ihres Anführers Abu Bakr Al-Bagdadi bestätigt. Zum neuen Anführer sei Abi Ibrahim al-Haschimi al-Kuraschi ernannt worden, teilte die IS-Miliz am Donnerstag in einer Audiobotschaft mit.

US-Präsident Donald Trump hatte die Tötung Al-Bagdadis bei einem US-Einsatz in Nordsyrien am Sonntag verkündet; auch der damals vorgesehene Nachfolger Al-Bagadis wurde nach seinen Angaben getötet.

Rache für Al-Bagdadi

"Oh Muslime, oh Mudschahedin, Soldaten des IS..., wir trauern um den Kommandeur der Gläubigen, Abu Bakr Al-Bagdadi", sagte ein IS-Sprecher in der Audiobotschaft. Zugleich riefen die Dschihadisten dazu auf, den Tod ihres Anführers zu rächen.

Außerdem rief der IS seine Anhänger in der 17 Minuten langen Botschaft dazu auf, dem neuen Anführer Al-Kuraischi die Treue zu leisten. "Freut euch nicht über die Tötung von Scheich Al-Bagdadi", heißt es an die USA gerichtet. Der IS sei nicht auf den Nahen Osten beschränkt und werde seine Mission fortsetzen. Anhänger werden dazu aufgerufen, neue Mitglieder zu werben und IS-Gefangene zu befreien.

Nach dem Anführer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat hatten die USA jahrelang gefahndet, er galt als der meistgesuchte Mann der Welt. Al-Bagdadi hatte im Juli 2014 ein "Kalifat" in Syrien und im Irak ausgerufen, in dem zeitweise mehrere Millionen Menschen unter der Herrschaft der radikalen Islamisten lebten.

(dpa/lin)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Assad schickt Soldaten zur türkischen Grenze: 5 Entwicklungen im Syrien-Konflikt

Die Lage im Norden Syriens ist brisant: Nach dem Abzug der US-Truppen ist die türkische Armee in die kurdischen Gebiete vorgerückt. Die Regierung in Damaskus reagiert, selbst Truppen an die türkische Grenze zu schicken.

Wir geben euch einen Überblick über die dramatische Lage im Syrien-Konflikt:

Nach dem Abzug der US-Soldaten aus dem syrischen Grenzgebiet sind türkische Truppen mit arabisch-syrischen Milizen in Nordsyrien einmarschiert, um die dort herrschende Kurdenmiliz YPG zu vertreiben.

Am …

Artikel lesen
Link zum Artikel