++ In Türkei inhaftierter US-Pastor Brunson kommt frei ++

Der in der Türkei seit zwei Jahren festgehaltene US-Geistliche Andrew Brunson kommt frei. Ein Gericht in Aliaga ordnete am Freitag die Aufhebung des Hausarrestes des evangelikalen Pfarrers an.

Brunson wurde zwar zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt. Diese sei aber bereits mit der Untersuchungshaft abgegolten, erklärte das Gericht. Die Entscheidung bedeutet, dass Brunson die Türkei verlassen darf. Seine Festnahme hatte das Verhältnis zwischen der Türkei und den USA stark belastet.

Die Ermittler werfen Brunson Verbindungen zu dem in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen vor, der nach Darstellung der Regierung in Ankara hinter dem Putschversuch vor zwei Jahren steht.

Auch werden 85 Deutsche in der Türkei festgehalten:

Die USA hatten wegen des Streits um Brunson Sonderzölle auf Stahl und Aluminium aus der Türkei verhängt. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan warf den USA daraufhin vor, einen Wirtschaftskrieg gegen sein Land zu führen. Er drohte mit einer wirtschaftlichen und politischen Abkehr vom Westen und kündigt eine stärkere Hinwendung zu Russland und China an.

(reuters)

Türkei tritt aus internationalem Schutzabkommen für Frauen aus – tausende Menschen protestieren

Die Türkei ist aus einem internationalen Abkommen gegen Gewalt an Frauen ausgetreten. Der Rückzug aus der sogenannten Istanbul-Konvention wurde in einem am Freitag veröffentlichten Präsidialdekret bekannt gegeben. Die Konvention des Europarats aus dem Jahr 2011 ist das weltweit erste verbindliche Abkommen gegen Gewalt an Frauen, von Vergewaltigung in der Ehe bis zur weiblichen Genitalverstümmelung.

Konservative Politiker in der Türkei hatten einen Austritt mit der Begründung gefordert, die …

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