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So sauer kann ein CNN-Moderator auf Trump werden – richtig sauer

Eine Serie von Paketbomben sorgt für Alarm in den USA. Der erste Sprengsatz wurde am Montag an den Milliardär George Soros geschickt. Im Verlauf der Woche folgten Sendungen an Obama, die Clintons, weitere demokratische Politiker und Unterstützer. Bis Donnerstagabend wurden zehn Bomben sichergestellt.

Eine davon war auch an CNN gerichtet. Zuhanden des ehemaligen CIA-Direktors und CNN-Experten John Brennan. Das Gebäude, in dem sich die Studios des Fernsehsenders befinden, musste evakuiert werden. Die Paketbombe wurde in der Folge von Sprengstoffexperten abtransportiert und entschärft. 

In einer ersten Reaktion zeigte sich Donald Trump sehr präsidial, verurteilte die Sendungen und rief zu Geschlossenheit auf. Doch nur wenige Stunden später feuerte der US-Präsident bei einer Wahlkampfveranstaltung im US-Bundesstaat Wisconsin eine Breitseite auf die Medien ab. Diese müssten ihre "endlose Feindseligkeit und die ständigen negativen und oft falschen Attacken" beenden, forderte Trump in Mosinee. Auf die möglichen Urheber der Briefbombenserie ging er nicht ein.

Moderator ist so richtig "angepisst"

Dies brachte Don Lemon, Moderator von CNN, komplett auf die Palme. "Ich bin angepisst", konstatierte der Fernsehmoderator vor laufender Kamera. "Ich hasse dieses Wort zwar, aber so fühle ich mich heute." Es hätte sein können, dass er heute um seine Kollegen hätte trauern müssen, so Lemon.

"Und die Person, die sich selber als Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika bezeichnet, hat nicht die Eier dazu, seinen Anteil daran einzugestehen."

Lemon schimpft: "Er sitzt stattdessen da und gibt uns die Schuld. Wir sind hier die Opfer. Das ist ekelhaft."

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Don Lemon spricht Klartext. Video: YouTube/Azhar Fateh

Auch die CNN-Moderatoren Anderson Cooper und Chris Cuomo, der im Video mit Lemon zu sehen ist, gingen mit Trump hart ins Gericht. Er sei der Anführer der "Hass-Parade", die die Leute zu solchen Taten anstachle. 

Trump legt nach

Donald Trump seinerseits dachte jedoch nicht daran, seine Rhetorik zu zügeln und die gepriesene "Geschlossenheit" vorzuleben. Am Donnerstag setzte er seine Angriffe gegen die Medien fort. Er machte sie verantwortlich für das vergiftete politische Klima im Land. "Absichtlich falsche und ungenaue Berichterstattung" sorgten für "Wut" in der Gesellschaft, twitterte er.

"Ein sehr grosser Teil der Wut, die wir heute in unserer Gesellschaft beobachten, wird verursacht durch absichtlich falsche und ungenaue Berichterstattung der Mainstream-Medien, die ich als Fake News bezeichne", schrieb Trump am Donnerstag auf Twitter. "Es ist so schlimm und hasserfüllt geworden, dass es dafür keine Beschreibung gibt."

John Brennan, an den eine Bombe adressiert war, rief den US-Präsidenten in der Folge dazu auf, aufzuhören, andere zu verurteilen. Er solle besser in den Spiegel schauen. "Ihre aufrührerische Rhetorik, Beleidigungen, Lügen und die Ermutigung zu körperlicher Gewalt sind schändlich." Er solle sich endlich präsidial verhalten, fordert Brennan und kündigt an, dass sich seine Kritiker nicht einschüchtern lassen würden. 

Weitere Reaktionen

Und damit hat er recht. Bereits kursieren im Netz zahlreiche Cartoons und Memes, die den Präsidenten verantwortlich machen für das aufgeheizte Klima:

Ein Meme, das in diesen Stunden wieder die Runde macht, wurde vergangenes Jahr sogar vom Präsidenten selber vertwittert. (cma)

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Video: watson/Yasmin Polat, Lia Haubner

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