International
Actor Jussie Smollett leaves the Leighton Criminal Court Building after his hearing in Chicago, Illinois, U.S. March 14, 2019. REUTERS/Kamil Krzaczynski

Bild: REUTERS

Spektakuläre Kehrtwende im Fall Smollett – Anklage gegen den Schauspieler fallen gelassen

Der Fall Jussie Smollett hielt die US-Medienlandschaft tagelang in Atem. Konservative Fernsehstationen wurden nicht müde, auf den US-Schauspieler einzuprügeln, nachdem Ermittler den Verdacht äußerten, Smollett habe eine Attacke auf ihn nur erfunden.

Smollett, bekannt durch die Serie "Empire", gab an, dass er Opfer eines rassistischen und homophoben Angriffs wurde. Die Ermittler kamen aber zum Schluss, dass er alles inszeniert habe und erhoben Anklage gegen den Schauspieler.

Doch am Dienstag dann die Kehrtwende. Die Anklage gegen den Schauspieler wurde fallen gelassen. Er muss sich somit nicht weiter vor Gericht verantworten.

"Ich habe die Wahrheit gesagt und war widerspruchsfrei auf jeder einzelnen Ebene seit dem ersten Tag", sagte Smollett vor dem Gerichtssaal in Chicago, in dem eine Dringlichkeitssitzung abgehalten wurde.

Der Darsteller aus der TV-Serie "Empire" war im Februar wegen mutmaßlicher Falschaussagen gegenüber der Polizei festgenommen worden. Laut Ermittlern bezahlte der Schauspieler zwei Männer, um die Attacke gegen ihn zu simulieren. Der Polizei zufolge wollte der schwule und afroamerikanische Schauspieler damit seine Karriere vorantreiben.

Smollett hatte die Vorwürfe zurückgewiesen. Nach Zahlung einer Kaution kam er vorerst frei. Aus den letzten beiden Folgen der Dramaserie "Empire" wurde seine Figur inzwischen entfernt.

Ende Januar behauptete der schwarze und offen schwul lebende Smollett, dass zwei maskierte Männer ihn erst mit rassistischen und homophoben Sprüchen beschimpft, verprügelt, ihn mit einer unbekannten Chemikalie bespritzt und dann ein Seil um seinen Hals geschlungen hätten. Er sei zum Tatzeitpunkt auf dem Heimweg in seine Wohnung in Chicago gewesen.

Die Polizei prüfte zunächst ein mögliches Hassverbrechen. Doch warf sie Smollett nach mehrwöchigen Ermittlungen vor, die Attacke fingiert zu haben. Er habe für die Inszenierung zwei Männer angeheuert, weil er mit seiner Gage bei "Empire" unzufrieden gewesen sei und durch den Skandal seinen Namen habe bekannter machen sollen. Smollett hatte dies immer zurückgewiesen.

Der Polizeichef von Chicago zeigte sich ob des Urteils enttäuscht. Er glaube nicht, dass der Gerechtigkeit gedient wurde. "Sie beschlossen, im Geheimen einen Deal auszuhandeln, um das Justizsystem zu umgehen."

Was sich an jenem Abend im Januar genau abspielte, bleibt also weiterhin relativ unklar. Die Affäre dürfte noch eine Weile Thema bleiben.

(cma/sda/afp)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Fotograf postet dieses Trump-Foto – die Reaktionen sind großartig

US-Präsident Donald Trump war gerade von Charlotte im Bundesstaat North Carolina wieder beim Weißen Haus angekommen, als ein Fotograf des Weißen Hauses abdrückte. Das Bild wurde schließlich auf Twitter von der Seite "White House Photos" veröffentlicht.

Es scheint, als ob der Präsident seine Haare streng zurückgegelt hätte, wobei es laut dem Weißen Haus der Wind gewesen ist, der für die Frisur gesorgt haben soll. Zudem wirkt Trumps Teint irgendwie ungleichmäßig. Doch seht selbst:

Kurze Zeit später …

Artikel lesen
Link zum Artikel