International

Neun von zehn Menschen weltweit atmen verschmutzte Luft

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat bekannt gegeben, dass mehr als 90 Prozent der Menschen weltweit verschmutzter Luft ausgesetzt sind. Das geht aus neuen Daten hervor, welche die WHO am Mittwoch veröffentlichte. Betroffen sind demnach deutlich mehr Menschen in ärmeren Ländern. Rund sieben Millionen Todesfälle pro Jahr führt die WHO zudem auf verdreckte Luft zurück.

 "Die Luftverschmutzung bedroht uns alle", erklärte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die Hauptlast trügen aber Menschen in den ärmsten Weltregionen. Mehr als 90 Prozent der Todesfälle, die die Organisation in Zusammenhang mit Luftverschmutzung bringt, werden demnach in einkommensschwächeren Ländern registriert. Betroffen seien überwiegend Länder in Asien und Afrika.

"In vielen Mega-Städten der Welt liegt die Schadstoffbelastung fünf Mal so hoch wie von der WHO empfohlen"

Maria Meira, WHO-Direktorin für öffentliche Gesundheit

In Ländern mit hohen Einkommen – Europa, USA und Kanada, Australien und Neuseeland – sei die Luft am besten.

Die WHO schätzt, dass giftige Partikel wie Sulfat, Nitrat und Ruß für

Die WHO unterscheidet zwischen schlechter Luft drinnen und draußen. Im Haus sei meist Rauch das Problem, durch offenes Feuer und Kerosin- und Holzverbrennung zum Kochen oder für Licht. Drei Milliarden Menschen weltweit müssten noch mit solchen Brennstoffen im Haus vorlieb nehmen. Unter freiem Himmel wird schlechte Luft etwa durch Industrie- und Verkehrsabgase, Abfallverbrennung und Staub verursacht.

(sg/dpa/afp)

Wie mich die Klimaignoranz ankotzt

abspielen

Video: watson/Saskia Gerhard, Lia Haubner

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Diese 13 schrecklich schönen Bilder zeigen, wie wir unseren Planeten zerstören

Der Wettbewerb "Environmental Photographer of the Year" visualisiert im Großen und im Kleinen, wie die Menschheit zunehmend ihre Heimat zerstört.

Jedes Jahr veranstaltet die britische Organisation Chartered Institution of Water and Environmental Management (CIWEM) einen internationalen Fotowettbewerb. Dabei werden Fotografen ausgezeichnet, die mit ihren Fotografien die Auswirkungen des Menschen auf den Planeten aufzeigen. Der Wettbewerb würdigt aber auch die angeborene Überlebens- und Innovationsfähigkeit der Menschheit.

Die Gewinner wurden zum Auftakt des UN-Klimagipfels in New York gezeigt. Dabei sagte Terry Fuller, Geschäftsleiter von …

Artikel lesen
Link zum Artikel