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Wie wird sich das Eis auf Grönland bis 2300 entwickeln? Zurückgehen wird es laut Nasa sowieso. Momentan steuern wir auf die Abbildung ganz rechts zu. Jene links wäre die optimistischste Berechnung nasa

10 Bilder, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Corsin Manser / watson.ch

Der vergangene Juni war im weltweiten Schnitt der heißeste Juni seit Messbeginn. Und wie es momentan aussieht, könnte auch der Juli dieses Jahres so warm gewesen sein wie noch nie. Rund um den Globus wurden Rekordtemperaturen gemessen. Nicht nur in Europa kletterte das Quecksilber auf neue Höhen, sondern zum Beispiel auch in Anchorage, Alaska oder Delhi, Indien.

Klimawandel ist Schuld an extremer Hitzewelle im Juli in Europa

Der Klimawandel hat Experten zufolge die rekordverdächtige Hitzewelle in Westeuropa im vergangenen Monat befeuert. Ohne die vom Menschen verursachte Erderwärmung wäre der Juli zwischen eineinhalb und drei Grad Celsius kühler gewesen, teilte ein internationales Forscherteam jetzt mit.

Die Wissenschaftler nutzten für ihre Berechnungen jeweils die drei wärmsten aufeinanderfolgenden Tage in mehreren europäischen Ländern. An allen untersuchten Orten wären die Temperaturen bei unverändertem Klima niedriger gewesen, teilte das Team vom "World Weather Attribution Projekt" mit.

Auch habe der Klimawandel das Auftreten der Juli-Hitzewelle deutlich wahrscheinlicher gemacht. Ohne die Luftverschmutzung seit Beginn der industriellen Revolution würden Hitzerekorde wie im vergangenen Monat nur alle 1000 Jahre in Europa vorkommen.

Es sei "so gut wie sicher", dass es die Hitzewelle im Sommer in Europa ohne den Klimawandel nicht gegeben hätte, sagte die an der Studie beteiligte Wissenschaftlerin Martha Vogel von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich.

Europa hat in den vergangenen 15 Jahren sieben außergewöhnlich intensive Hitzewellen erlebt. Die Wetteraufzeichnungen decken sich mit Messungen zur Erderwärmung: Die vier heißesten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen waren die vergangenen vier Jahre. In Deutschland und Frankreich wurden im Juli mit je 42,6 Grad Celsius neue Hitzerekorde gemeldet, ebenso in Belgien mit 41.8 Grad und in den Niederlanden mit 40,4 Grad. Die Hitzewelle erreichte sogar Skandinavien. (afp)

Die Hitzewelle, welche vergangene Woche Europa ins Schwitzen brachte, bewegte sich in Richtung Norden und sorgte auch in Grönland für Rekordtemperaturen.

Dies beschleunigte die Schmelze des Grönländischen Eisschildes. Alleine gestern sollen je nach Schätzung rund 11 bis 12 Milliarden Tonnen Eis geschmolzen sein. Die definitive Zahl muss noch bestätigt werden. Damit man sich das etwas genauer vorstellen kann: Mit dem geschmolzenen Wasser könnte man 4,4 bis 4,8 Millionen olympische Schwimmbecken füllen.

Bereits am 31. Juli flossen zehn Milliarden Tonnen Wasser ins Meer. Im ganzen Monat Juli waren es 197 Milliarden Tonnen. Ob das Rekordjahr 2012 geknackt wird, ist derzeit noch unklar, auf jeden Fall wird es knapp.

Am 31. Juli waren 60 Prozent der Eisschild-Oberfläche von der Schmelze betroffen. Das ist deutlich mehr als im durchschnittlichen Mittel.

Auf 3000 Meter wurden bisher unbestätigte 2,7 Grad registriert.

Auf dem höchsten Punkt der Insel fand am Dienstag während acht Stunden eine Schmelze statt. Am Donnerstag soll es gar noch länger gewesen sein.

Das letzte Mal war dies 2012 der Fall. Zum zweitletzten Mal im Jahr 1889.

Der Grönländische Eisschild ist der zweitgrößte der Welt neben der Antarktis. Schmölze er komplett weg, würde der Meeresspiegel im Schnitt um sieben Meter ansteigen. Laut Berechnungen der Nasa wäre dies ungefähr im Jahr 3000 der Fall, wenn der CO2-Ausstoß gleich hoch bliebe wie heute.

Selbst bei den optimistischsten Berechnungen der Nasa würde der Grönländische Eisschild bis Ende des Millenniums acht bis 25 Prozent verlieren, was den Meeresspiegel um bis zu zwei Meter anheben würde.

Momentan sieht es so aus, als würde Grönland alleine in den nächsten fünfzig Jahren zu einem Meeresspiegelanstieg von bis zu zehn Centimeter beitragen.

Wer nun hofft, dass es vielleicht auf der anderen Seite der Welt besser aussehen möge, der muss enttäuscht werden. In der Antarktis, wo es momentan Winter ist, hat sich das Meereis so wenig ausgebreitet wie noch nie zuvor.

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