International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.
British tourist Kay Longstaff speaks to press in Pula, Croatia, after being rescued from the Adriatic sea, August 19, 2018.ÊPicture taken August 19, 2018. REUTERS/Stringer

Kay Longstaff Bild: stringer/reuters

Sie überlebte zehn Stunden im Meer – doch nun bestehen Zweifel an ihrer Erzählung

27.08.18, 13:10

Es sei ihr Yoga-Training gewesen, das sie am Leben erhalten habe, erzählte Kay Longstaff nachdem sie von der kroatischen Küstenwache aufgegriffen wurde. Sie habe sich auf den Rücken gedreht, sich treiben lassen und gesungen. 

Vergangene Woche sorgte die 46-jährige Britin für weltweite Schlagzeilen. Geschlagene zehn Stunden überlebte sie im Mittelmeer, nachdem sie von Bord des Kreuzfahrtschiffes "Norwegian Star" fiel.

Bereitwillig gab sie nach ihrer Rettung den kroatischen Medien Auskunft: "Ich bin vom Bug der Norwegian Star gefallen und ich war für rund zehn Stunden im Wasser. Diese wunderbaren Herren haben mich gefunden."

Doch nun bestehen starke Zweifel an der Version der Geretteten. Zwar dürfte sie tatsächlich zehn Stunden im Wasser überlebt haben, aber ist sie wirklich von Bord gefallen?

British tourist Kay Longstaff leaves the Croatian Coast Guard vessel

Bild: stringer/reuters

Nach dem Vorfall wurden sowohl in Italien als auch in Kroatien polizeiliche Untersuchungen eingeleitet. Und beide kommen zum Schluss, dass Longstaff nicht von Bord gefallen, sondern von Bord gesprungen sei, dies berichtet The Mail on Sunday.

Die Zeitung zitiert einen Ermittler: 

"Die Bilder der Überwachungskameras zeigen, dass sie auf dem siebten Deck der Norwegian Star war, als sie ihre Tasche mit ihren Sachen auf einen Tisch stellte. Sie fing an, sich auszuziehen. Sie schien nicht nervös zu sein, es sah eher nach Routine aus. Sie blieb für einige Augenblicke stehen und sprang dann sehr zielstrebig – um zu verhindern, dass sie das Schiff trifft oder von einem Motor angesaugt wird."

Der Sprung ins Wasser ereignete sich den Überwachungskameras zufolge eine Viertelstunde vor Mitternacht. Wann genau Longstaff als vermisst gemeldet wurde, ist unklar. Die offizielle Suchoperation wurde um 2.17 Uhr am Morgen eingeleitet, nachdem der Captain des Schiffes die Behörden informierte.

Das Kreuzfahrtschiff wendete und wurde von der kroatischen Küstenwache bei der Suche unterstützt. Um 9:40 Uhr folgte die Erleichterung: Etwa eine Meile von dort, wo die Frau verschwand, konnte sie durch die Küstenwache aufgegriffen werden. 

Longstaff überlebte die zehn Stunden im Wasser ohne größere gesundheitliche Schäden. Zugute kam ihr, dass das Wasser relativ ruhig und warm war.

"Als Erstes trank sei ein wenig Wasser, dann verzehrte sie eine Suppe", erzählt Lovro Oreskovic, der Captain des Bootes, das sie aufgriff. "Wir gaben ihr zusätzlich ein isotonisches Getränk und einen Pudding, dann schlief sie ein." Lange hätte sie aber nicht mehr durchgehalten, erzählte sie den Rettern.

Weshalb die Frau von Bord gesprungen ist, bleibt derweil unklar. Passagiere der "Norwegian Star" berichten laut englischen Medien, dass sie sich den ganzen Tag mit ihrem Partner gestritten habe. Auch sei Alkohol geflossen.

(cma)

Der Tag – was heute noch wichtig ist:

Abonniere unseren Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Jetzt kannst du im ersten Bierhotel der Welt übernachten 🍻🍻🍻

Warst du schon mal im Urlaub und hast dir statt des überteuerten Inhalts der Minibar einfach nur ein kühles, frisches Bier aus dem Zapfhahn gewünscht – ganz ohne die Hotelbar aufsuchen zu müssen? Im (wahrscheinlich) ersten Bierhotel der Welt in Ohio ist das jetzt möglich. 

Was wie eine Schnapsidee klingt, wird in den USA Wirklichkeit: "Brewdog" wird jedes Zimmer eine eigene Zapfsäule haben. Außerdem: 

Finanziert wurde das "Brewdog" mit einer Crowdfunding-Kampagne. 2019 soll ein weiteres …

Artikel lesen