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May 26, 2019 - Chiba, Chiba, Japan - Japanese Prime Minister Shinzo Abe, center, and Hall of Fame professional golfer Isao Aoki, left, watch as U.S. President Donald Trump tees off at Mobara Country Club May 26, 2019 in Chiba, Japan. (Credit Image: © Shealah Craighead via ZUMA Wire |

Trump beim Golfen bild: dpa

Wieso zahlte der Secret Service 254.000 Dollar an Trumps Golfclubs?

Donald Trump spielt gerne Golf. Das wissen wir mittlerweile. Auch wissen wir, dass er dies gerne in seinen eigenen Golfclubs tut. 17 solcher Anlagen besitzt der amtierende US-Präsident, 12 davon befinden sich in den USA. Laut "The Golf Newsnet" hat Trump, seitdem er Präsident ist, bereits 240 Mal Golf gespielt.

Natürlich ist auch der Secret Service, der für die Sicherheit des Präsidenten verantwortlich ist, immer mit von der Partie, wenn Trump wiedermal das Eisen schwingt. Eine Win-Win-Situation für Trump: Er stellt der öffentlichen Hand happige Beträge für das Wohlbefinden seiner Beschützer in Rechnung.

254.000 Dollar – so hoch war die Zeche für den Secret Service in den ersten fünf Monaten von Trumps Amtszeit. Das macht rund 2000 Dollar pro Tag, direkt in Donald Trumps Portmonnaie. Dies geht aus Dokumenten hervor, die die NGO "Property of the People" eingeklagt hat.

Dabei gehen die Dokumente nicht allzu sehr ins Detail. Wie die "Washington Post" berichtet, zeigen sie lediglich das Datum und die Lokalität der entstandenen Rechnung an.

1000 Dollar für Drinks

Zwei Beispiele:

Wofür genau der Secret Service bezahlt, ist nicht bekannt. Trumps Bodyguards müssen oftmals Tage, bevor der Präsident irgendwo auftaucht, die Lage sichern und Vorkehrungen für den Besuch treffen. Jedoch hat es in den Trump'schen Golfclubs keine Übernachtungsmöglichkeiten – Zimmerrechnungen können es also nicht sein.

Andere Dokumente haben bereits schon mal aufgezeigt, wie Trump sich ein goldenes Näschen mit seinen Gehilfen verdient. So zahlten amerikanische Steuerzahler der Trump Organization die Übernachtungen des Präsidenten-Teams in Mar-a-lago, seinem herrschaftlichen Anwesen in Florida. Kostenpunkt: 546 Dollar pro Suite und Nacht. Auch durften die Steuerzahler die Bar-Zeche über 1000 Dollar begleichen.

Mehr als 100 Besuche

Weder das Weiße Haus noch die Trump Organization selber wollten gegenüber der "Washington Times" Stellung dazu nehmen. Auch der Secret Service verweigerte ein Statement.

Die amerikanische Verfassung verbietet es Präsidenten, abgesehen von ihrem Gehalt, das 400.000 Dollar im Jahr beträgt, Zahlungen von der US-Regierung entgegen zu nehmen. Trump ist jedoch der Ansicht, dass diese Regelung ihm nicht verbietet, seiner eigenen Regierung Dienstleistungen in Rechnung zu stellen.

Der Secret Service veröffentlichte nur Dokumente der ersten fünf Monate von Trumps Amtszeit. In dieser Zeit machte der Präsident 21 Besuche zu eigenen Liegenschaften. Seitdem hat Trump mehr als 100 weitere Besuche gemacht.

(dfr)

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    Alle Leser-Kommentare
  • kdirnbach 22.11.2019 16:03
    Highlight Highlight Die Amerikaner müssen Geld wie Heu haben (verwunderlich bei der beständig steigenden Staatsverschuldung), um so ein Finanzgebaren Ihres Präsidenten (und seiner Regierung) widerspruchslos hin zu nehmen. Was mich aber fassungslos über den großen Teich blicken lässt: Ist dieser Mann eigentlich wirklich die bestmögliche Wahl der Republikaner, die grob geschätzt die Hälfte der amerikanischen Bevölkerung politisch vertreten? Sollte dieser Mann wirklich die Creme de la Creme der republikanischen Politiker darstellen dann: "Good Night America". Nach der nächsten Amtszeit ist dieser Staatenbund kaputt.

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