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Bild: imago/screenshot/montage: watson

US-Bundesstaat verbietet Abtreibungen – So reagieren Rihanna, Lady Gaga und andere Stars

Der US-Bundesstaat hat in dieser Woche ein neues Abtreibungsgesetz verabschiedet. Fast in allen Fällen sind Schwangerschaftsabbrüche dort nun verboten, selbst nach Vergewaltigungen. Für Ärzte, die Abtreibungen vornehmen, sieht das Gesetz Strafen von bis zu 99 Jahren Gefängnis vor. Gegen dieses Gesetz sprechen sich in den USA nun immer mehr Stars aus.

Das neue Gesetz ist künftig das schärfste Abtreibungsgesetz in den USA und könnte am Widerstand des Supreme Court, des US-Verfassungsgerichts, scheitern. Verabschiedet wurde es von der republikanischen Mehrheit im Senat des Bundesstaates. Die Partei stellt 27 der 35 Senatoren. Alle 27 sind weiße Männer. 25 davon stimmten am Dienstag für das Gesetz.

Kritiker werfen den Politikern vor, Alabama zurück ins Mittelalter führen zu wollen. Und auch eine ganze Reihe an Musikern, Schauspielern und anderen Stars spricht sich jetzt gegen das Gesetz aus. Sängerin Rihanna postete auf Instagram ein Bild der 25 Senatoren.

Dazu schrieb sie:

"Seht her. Das sind die Idioten, die Entscheidungen für FRAUEN in Amerika treffen."

Auf Twitter äußerte sich auch Lady Gaga zu dem Abtreibungsgesetz:

"Es ist eine Schande, Abtreibungen in Alabama zu verbieten, und umso abscheulicher, weil das Verbot auch diejenigen einschließt, die vergewaltigt wurden oder Inzest erleben [...]"

Unter anderem Model Gigi Hadid und Rapper P. Diddy posteten das selbe Bild auf Instagram. "Männer sollten keine Gesetze über Frauenkörper machen" steht dort immer wieder drauf.

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Shit crazy

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Auch Comedian Sarah Silverman wies auf Twitter darauf hin, dass das Gesetz von Männern verabschiedet wurde – und dass Männer 100 Prozent aller ungewollten Schwangerschaften auslösen.

Alabama ist unterdessen nicht der einzige US-Bundesstaat, der Abtreibungen verbieten will. Auch In Georgia ist ein ähnliches Gesetz geplant. Der Hauptdarsteller der dort gedrehten Netflix-Serie "Ozark", Jason Bateman, kündigte an, nicht mehr in dem US-Bundesstaat arbeiten zu wollen, falls das Gesetz dort von den Gerichten durchgewunken werden sollte.

Darum scheitert das Gesetz in Alabama voraussichtlich doch noch:

Das Gesetz wird aller Voraussicht nach nicht in Kraft treten, weil es gegen die bisherige Rechtssprechung des höchsten US-Gerichts verstößt. Die Gouverneurin räumte in einer Stellungnahme ein, das Gesetz "könnte nicht durchsetzbar" sein.

Der Supreme Court hatte 1973 Abtreibungen im gesamten Land erlaubt. Die Befürworter des neuen Gesetzes in Alabama zielen darauf ab, dass die Angelegenheit vor dem höchsten US-Gericht erneut behandelt wird. Sie hoffen, dass die Regelung aus den Siebziger Jahren mit der unter Präsident Donald Trump veränderten, nun konservativen Richtermehrheit des Supreme Courts ins Wanken geraten könnte.

"Die Väter dieses Gesetzes glauben, dass es für den Supreme Court an der Zeit ist, diese wichtige Angelegenheit wieder anzugehen, und sie glauben, dass dieses Gesetz die beste Gelegenheit bietet, dass dies passiert", heißt es in der Stellungnahme der Gouverneurin. Allerdings sind in Alabama bereits gerichtliche Klagen gegen das Gesetz angekündigt.

(fh/dpa)

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