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April 6, 2020, Washington, District of Columbia, USA: United States President Donald J. Trump, joined by members of the Coronavirus Task Force, delivers remarks on the COVID-19 pandemic in the James S. Brady Press Briefing Room of the White House in Washington D.C., U.S. on Monday, April 6, 2020. The United States has now reached 10,000 deaths caused by the novel Coronavirus, as officials debate the effectiveness of hydroxychloroquine, a drug used to treat malaria, to also treat the Coronavirus. Credit: / CNP Washington USA - ZUMAs152 20200406zaas152049 Copyright: xStefanixReynoldsx

Corona-Krise: US-Präsident Trump steht in der Kritik. Bild: Stefani Reynolds/www.imago-images.de

"Hat Blut an seinen Händen": New Yorker Politiker attackiert US-Präsident Trump

Der New Yorker Politiker Scott Stringer hat das Krisen-Management von Präsident Donald Trump mit äußerst scharfen Worten kritisiert. Stringer hat das Amt des Comptrollers (engl.: Rechnungsprüfer), der dritthöchste öffentliche Posten in New York, inne.

Der Demokrat Stringer sprach am Montag mit dem US-Sender CNN, nachdem seine Mutter im Alter von 86 am Freitag nach einer Corona-Infektion verstorben war. "In New York City spielt sich dies in so vielen Familien ab", sagte Stringer – und kritisiert dann Trump: "Und ich muss Ihnen sagen, dass Donald Trump Blut an seinen Händen hat und er das Blut meiner Mutter an seinen Händen hat."

New York ist das Epizentrum des Coronavirus-Ausbruchs in den USA. Am Montag stieg die Zahl der an Covid-19 Verstorbenen nach Angaben von Gouverneur Andrew Cuomo auf 4758. Wegen der vielen Toten in New York überlegt die Verwaltung auch, "mit "vorübergehenden Bestattungen" zu beginnen. Zunächst hieß es, dafür würden Stadtparks herhalten müssen. Nun sollen die Toten bei Bedarf auf Hart Island, eine kleine Insel im Hudson Fluss, bestattet werden.

Politiker wirft Trump vor, Zeit vergeudet zu haben

Zahlreiche Politiker der Opposition und Experten werfen Trump vor, zu spät Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus verhängt zu haben und die Bedrohung stattdessen klein geredet zu haben. Noch vor Wochen sprach der US-Präsident etwa davon, Covid-19 sei nicht schlimmer als die Grippe.

"Hätte der Präsident diese Bedrohung ernst genommen und die Gesundheit der Menschen über seine politischen Interessen gestellt, hätte er sofort gehandelt", sagte Stringer im CNN-Interview. "Stattdessen vergeudete er Monate von Zeit – und verbrachte sie damit, darüber zu sprechen, dass das Coronavirus ein 'demokratischer Schwindel' sei und dass das Problem 'wie ein Wunder' verschwinden würde."

Stringer betonte: "Es war falsch, es war rücksichtslos, es kostete Leben."

(ll)

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