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Trump wütet nach neuen China-Zöllen und will US-Unternehmen Befehle erteilen

Mit der Ankündigung neuer Strafzölle hat China US-Präsident Donald Trump massiv verärgert. Der befahl daraufhin US-Unternehmen, China den Rücken zu kehren und kündigte eine Reaktion an.

Donald Trump hat mit einer ganzen Serie von Tweets auf die Ankündigung neuer Strafzölle durch die chinesische Regierung reagiert.

Trump befiehlt US-Unternehmen? Richtig gehört

US-Firmen sei "hiermit befohlen, sich sofort um Alternativen zu China zu bemühen" und Produkte wieder zuhause in den USA herzustellen, so Trump. Er gab keine Einzelheiten dazu bekannt, wie er den Befehl durchsetzen will. Der US-Präsident kann amerikanische Unternehmen nicht dazu zwingen, China zu verlassen. Die wichtigsten Aktienindizes an der Wall Street gaben nach den neusten Tweets um einen Prozentpunkt nach.

Dabei war Trump es, der den ersten Schritt machte:

Die chinesische Regierung hatte am Freitag Gegenmaßnahmen zu den jüngsten Zollplänen der USA angekündigt. Peking will auf amerikanische Waren im Wert von etwa 75 Milliarden Dollar neue Abgaben zwischen fünf und zehn Prozent erheben, wie das Handelsministerium bekanntgab. Sie sollen ab dem 1. September beziehungsweise 15. Dezember gelten. Betroffen sind gut 5.000 US-Produkte wie Autos, Autoteile, Agrarprodukte, kleine Flugzeuge und Öl. Die Ankündigung schreckte die Börsen auf.

Die beiden größten Wirtschaftsmächte der Welt überziehen sich seit Monaten mit gegenseitigen Importzöllen. Zuletzt hatte Trump, der China unfaire Handelspraktiken vorwirft, Anfang August den Konflikt trotz neuer Gespräche verschärft und angekündigt, auf Importe aus China im Volumen von 300 Milliarden Dollar Sonderzölle zu erheben. Die Einführung der neuen Abgaben verschob er allerdings. Sie sollten eigentlich ab September greifen. China behielt sich Gegenmaßnahmen vor.

Trump-Berater will Gemüter beruhigen

Trumps Handelsberater, Peter Navarro, bemühte sich, die Ankündigung der chinesischen Zölle herunterzuspielen. "Es ist wichtig, dass sich niemand zu sehr aufregt, zumal es sich um einen gut angekündigten Schritt handelt", sagte er dem Nachrichtensender CNN. Die Verhandlungen zu einem Handelsabkommen liefen wie geplant weiter.

Der Handelskonflikt dürfte am Wochenende auch die Staats-und Regierungschef der G-7 in Biarritz beschäftigen. China ist bei dem Gipfel führender westlicher Industriestaaten nicht eingeladen. Der Handelskonflikt zieht die globale Wirtschaft nach unten und betrifft alle Nationen, vor allem exportorientierte wie Deutschland.

Zudem hat Trump auch Handelskonflikte mit Verbündeten vom Zaun gebrochen, etwa mit der Europäischen Union. Sollten Verhandlungen bis November zu keiner Einigung führen, drohen die USA mit Strafzöllen auf EU-Autoimporte. Das würde deutsche Hersteller schmerzlich treffen.

(mbi/tol/Reuters/dpa/AFP)

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