International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Wie hier in Los Angeles hatte es in den letzten Tagen mehrfach Demonstrationen gegen die Trennung der Kinder von ihren Eltern gegeben. Bild: AP

Hunderte Einwanderer-Kinder in USA wieder mit ihren Eltern vereint

24.06.18, 11:03

Die US-Behörden haben hunderte Kinder von Einwanderern an ihre Eltern zurückgegeben, von denen sie nach der Einreise getrennt worden waren. Mehr als 500 Kinder seien mit ihren Familien zusammengeführt worden, teilte das Heimatschutzministerium am Samstag (Ortszeit) in Washington mit. Auch die übrigen rund 1800 Kinder, die ihren Eltern nach dem illegalen Grenzübertritt weggenommen worden waren, sollten wieder zu ihren Familien zurück.

Die Regierung habe alle betroffenen Kinder ausfindig gemacht, erklärte das Ministerium. "Die Regierung arbeitet daran, sie mit ihren Familien zu vereinen." Keine Angaben machte das Ministerium zu der Frage, bis wann das geschehen soll. Migrationsanwälte klagen über hohe bürokratische Hürden bei der Zusammenführung. 

Demonstrationen gab es auch in San Diego Bild: imago stock&people

Auf Anordnung der Regierung von US-Präsident Donald Trump waren Einwandererfamilien an der Grenze zu Mexiko in den vergangenen Monaten getrennt worden: Die Eltern kamen in Haftanstalten, ihre Kinder in Auffanglager. Das Vorgehen stieß im In- und Ausland auf heftige Kritik. Trump vollzog daraufhin eine Kehrtwende und hob die Familientrennungen am Mittwoch per Dekret auf.

Mehrere Kongressabgeordnete der oppositionellen Demokraten besuchten am Samstag Einrichtungen, in denen Migrantenkinder getrennt von ihren Eltern festgehalten wurden. Die kalifornische Abgeordnete Barbara Lee kritisierte Trumps Einwanderungspolitik als "barbarisch". Nach dem Besuch in der Hafteinrichtung in McAllen im Bundesstaat Texas sagte sie: "Die Kinder sind traumatisiert."

Die demokratische Abgeordnete Jackie Speier berichtete nach ihrem Besuch, sie habe "fünfjährige Kinder gesehen, die von ihren Eltern getrennt waren und geweint haben". Die Kinder seien "in Zellen und in Käfigen" festgehalten worden.

In mehreren US-Städten waren am Wochenende Protestaktionen gegen die Flüchtlingspolitik der Regierung geplant, im kalifornischen San Diego gingen am Samstag rund 1500 Menschen auf die Straße.

(pbl/afp)

Noch mehr News über die Trump-Regierung:

Trump will weiter kritische Twitter-Follower verbannen können

Ihre Königliche Hoheit, Präsident Donald J. Trump – will sich notfalls selbst begnadigen

Soziopath, Hochstapler, Egomane: Netflix-Doku zeigt den wahren Donald Trump

Merkel ist auch wegen Trump erneut angetreten – sagt ein Obama-Vertrauter

Trump, der Unberührbare – was hinter seiner neuen Verteidigungsstrategie steckt

Trump nach Rassismus-Tweet von Roseanne: "Bei mir hat sich ABC nie entschuldigt!"

Warum Trump gerade einen Super-Bowl-Champion aus dem Weißen Haus ausgeladen hat

Ein bisschen gut für die Demokratie – ein bisschen sehr gut für Angela Merkel

"So unfair, so böse"– Trump sauer wegen Spekulationen um seine Melania

In diesem "bescheidenen" Hotel treffen sich Donald Trump und Kim Jong-un

Warum Trumps Null-Toleranz-Politik an der US-Grenze nicht normal ist

Trumps nächster Berater tritt zurück - Nummer 18 auf unserer Liste

Der Angriff in Syrien hat sich gelohnt – zumindest für Trump

Er liebt Trump und Taylor Swift – jetzt wurde der "Asian-Nazi" verhaftet 

Affäre um Porno-Star: FBI durchsucht Büro von Trumps Anwalt

19 mal "Soo Saaad!": Erinnerst du dich an diese Trump-Aussteiger?

5 Attacken auf Trump – jetzt schlägt der US-Präsident auf Twitter zurück

Donald Trump droht mit Raketenangriff nach Giftgasangriff auf Syrien

Boxer mit Trump-Mauer auf Shorts wird von Mexikaner zerstört

Luftangriffe auf Syrien – Trump will Truppen schnellstmöglich abziehen

Mueller hat neue Beweise und bringt damit Trump-Anwalt immer mehr in die Klemme

Comey: Trump ist "moralisch nicht geeignet" fürs Präsidentenamt

Trump feuert Außenminister Rex Tillerson – weil der seinen Job macht

Der US-Senat bestätigt Hardliner Pompeo als Außenminister – so kam's

Wer hat Angst vor der Waffenlobby NRA? Donald Trump

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Die Welt besiegelt Flüchtlingspakt – nur 2 stimmen nicht zu

Die UN-Mitgliedsstaaten haben sich auf einen weltweiten Migrations-Pakt geeinigt. Die Annahme des Vertragswerks wurde nach 18 Monaten Verhandlungen mit Applaus begrüßt. Es gilt als das erste internationale Dokument zum Umgang mit den weltweiten Migrationsbewegungen und soll unter anderem neue Perspektiven für legale Einwanderung eröffnen. Nur zwei Staaten mochten im Abseits stehen. Die USA von Präsident Donald Trump und Ungarn mit Regierungschef Viktor Orban.

Seine Regierung fürchte, dass das …

Artikel lesen