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President Donald Trump, with first lady Melania Trump, walks towards the media before speaking in Morristown, N.J., Sunday, Aug. 4, 2019. (AP Photo/Jacquelyn Martin)

Nach zwei Massakern nimmt in den USA die Kritik an US-Präsident Trump (rechts) zu. Bild: Jacquelyn Martin/ap

Verletzte von El Paso lehnten Trump-Besuch im Krankenhaus ab

US-Präsident Donald Trump sieht sich nach den Massakern in El Paso und Dayton mit 31 Todesopfern mit verstärkten Rufen nach einer Verschärfung der Waffengesetze konfrontiert. Die Kritik nimmt zu.

In der Uniklinik von El Paso wurden am Mittwoch noch acht Verletzte behandelt: Drei seien aufgrund ihres Gesundheitszustandes nicht in der Lage gewesen, Besuch zu empfangen. Die anderen fünf wollten Trump nicht sehen, bestätigte eine Krankenhaus-Sprecherin gegenüber "Buzzfeed News".

Der US-Präsident habe daher am Mittwoch mit Mitarbeitern des Krankenhauses und zwei bei dem Massaker Verletzten gesprochen, die das Krankenhaus bereits wieder verlassen hatten. Das Trump-Team hatte Journalisten den Zugang zu dem Krankenhaus-Rundgang verwehrt.

Ein Mitarbeiter des Krankenhauses filmte Trump bei seinem Besuch.

In dem Video ist zu sehen, wie Trump sich kurz bei den Ärzten und Pflegekräften für ihre Arbeit in den vergangenen Tagen bedankt. Dann beginnt er über seinen letzten Wahlkampfauftritt in El Paso zu sprechen: Die Menge an Zuschauern sei enorm gewesen.

Die Massaker in El Paso und Dayton:

In El Paso an der Grenze zu Mexiko hatte ein Schütze am Samstag in einem Einkaufszentrum um sich gefeuert. Insgesamt kamen dort 22 Menschen ums Leben, darunter mehrere Mexikaner und ein Deutscher. Die Ermittler gehen von einem rassistischen Hintergrund aus. Der mutmaßliche Täter, ein 21-jähriger Weißer, ergab sich der Polizei und ist in Gewahrsam. In der Nacht zum Sonntag hatte in Dayton ein weiterer Schütze neun Menschen getötet. Das Motiv des 24 Jahre alten Täters ist bislang unklar. Der Mann wurde von der Polizei erschossen.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International rief USA-Reisende am Mittwoch zu erhöhter Vorsicht auf. Diese sollten wegen der weit verbreiteten Schusswaffengewalt stets einen Notfallplan haben, erklärte die Organisation. Pistolen und Gewehre seien in den USA "omnipräsent", niemand sei vor Waffengewalt sicher.

Der Reisehinweis war ein ungewöhnlicher Schritt für Amnesty – die Organisation wollte damit aber den USA einen Spiegel vorhalten. Bei ähnlich hohem Gewaltniveau in anderen Ländern würde das US-Außenministerium Amerikaner vor einer Reise warnen, war die Botschaft der Aktion.

(pb/mit dpa)

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