International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

So bewegend ist die Schweige-Rede von Emma Gonzalez gegen Waffengewalt 

Sechs Minuten und zwanzig Sekunden lang bleibt Emma Gonzalez insgesamt auf der Bühne. So lange, wie der Schütze von Parkland in der Schule um sich geschossen hatte. Ihr Blick ist auf die gewaltige Menschenmenge gerichtet, die sich in Richtung des Weißen Hauses erstreckt. Tränen laufen der jungen Überlebenden des Massakers vom Valentinstag die Wangen hinab. Auch manche in der Menge weinen.

Emma Gonzalez: Das bekannteste Gesicht der Protestbewegung #NeverAgain

abspielen

Video: YouTube/Reflect

Das Schweigen von Emma Gonzalez ist einer der eindringlichsten Momente der US-Großdemonstrationen für ein schärferes Waffenrecht an diesem Samstag. Sie nennt die Namen all ihrer Mitschüler, die in Parkland ums Leben gekommen sind. 

"In weniger als sieben Minuten sind uns 17 unserer Freunde genommen worden."

Emma Gonzalez

Washington erlebt an diesem kühlen Frühlingstag eine der emotionalsten Großdemonstrationen seiner jüngeren Geschichte. Getragen wird der Protest von einer Generation, die mit der tagtäglichen Schusswaffengewalt aufgewachsen ist. Die Verschärfung des laxen US-Waffenrechts betrachten diese jungen Menschen als Existenzfrage — "Marsch für unser Leben" ist der Protest betitelt, der auch in vielen anderen US-Städten stattfand. 

Viele der Demonstranten sprechen von der Furcht vor Schusswaffenangriffen, die ihren Schulalltag prägt:

"Wir sind diejenigen, die jeden Tag Angst haben zur Schule zu gehen, weil wir nicht wissen, ob wir als nächstes an der Reihe sind"

Lauren Tilley, 17 Jahre, aus Kalifornien

Neben Trauer und Angst ist auch Wut eines der prägenden Gefühle der neuen Graswurzelbewegung. Die Wut richtet sich gegen die Waffenlobby NRA und die Politiker, die mit den mächtigen Lobbyisten verbündet sind.

Mehr Bilder vom "March For Our Lives"

Die neue Protestgeneration hat allerdings bereits erfahren, dass ihr Kampf ein mühseliger ist. Zwar hat ihr Druck immerhin im Bundesstaat Florida bereits eine Verschärfung des regionalen Waffenrechts bewirkt — doch bei der Regierung und im Kongress in Washington gibt es bislang nur minimale Konzessionen im Waffenrecht. Präsident Donald Trump scheint nicht bereit zu sein, sein Bündnis mit der NRA zu gefährden.  

Die jungen Demonstranten setzen jedoch darauf, dass auch sie mächtigen politischen Druck entfalten können. Schließlich werden viele von ihnen schon bei der Kongresswahl im November wahlberechtigt sein — und noch viel mehr bei der Präsidentschaftswahl 2020.

Neben Trauer, Furcht und Wut wird der Protest also auch von einer großen Aufbruchstimmung angetrieben. Die Protagonisten sind von dem Optimismus beseelt, dass ihre Bewegung nicht so schnell versanden wird wie frühere Proteste gegen die Schusswaffengewalt. "Wir sind der Wandel", ruft der Parkland-Schüler Cameron Kasky der Menge zu. Und er verkündet, dass der Marsch an diesem Tag "nicht der Höhepunkt" der Bewegung sei: "Er ist der Anfang."

(czn/afp)

Das könnte dich auch interessieren:

Das könnte dich auch interessieren:

Rezo fordert bei Böhmermann Entschuldigung von lügenden Kritikern

Link zum Artikel

Illner geht ihren Gästen mit Personal-Fragen auf die Nerven – "unsägliche Debatte"

Link zum Artikel

"Mit Neonazis mache ich mich nicht gemein" – so begründet ein Ex-AfD-Mann seinen Ausstieg

Link zum Artikel

Vera Int-Veen verurteilt Hartz-IV-Empfänger – dann erkennt sie ihren Fehler

Link zum Artikel

Ein Schrei nach Liebe: Freiwild covern Ärzte und Hosen

Link zum Artikel

"Dachte, dass das für immer ist" – Lena Meyer-Landrut spricht unter Tränen über Trennung

Link zum Artikel

So will Edeka den Drogerien Konkurrenz machen

Link zum Artikel

Rammstein: 7 (fast) unbekannte Fakten über die Band

Link zum Artikel

"Er hat die Ente gefressen": Eisbär frisst Tier vor den Augen der Zoo-Besucher

Link zum Artikel

Rammstein-Sänger soll Mann geschlagen haben – was das mutmaßliche Opfer zu dem Fall sagt

Link zum Artikel

Wegen Cathy-Hummels-Streit: Bundesregierung will Influencer-Gesetz

Link zum Artikel

Posen vorm Reaktor – Influencer machen geschmacklose Instagram-Posts in Tschernobyl

Link zum Artikel

Fotos von Helene Fischers Privat-Konzert aufgetaucht – sie zwingen sie zu handeln

Link zum Artikel

Mein Vater hat eine bipolare Störung – so war meine Kindheit

Link zum Artikel

Rock im Park: Über 130 Menschen erleiden allergische Reaktion

Link zum Artikel

Heidi veröffentlicht Chat mit Tom: Romantisch? Ganz im Gegenteil!

Link zum Artikel

Shitstorm mal anders: Zu wenige Toiletten bei Rock im Park

Link zum Artikel

Von Anime bis True Crime – diese 14 Filme und Serien kommen ab heute auf Netflix

Link zum Artikel

Sturmböen, Hagel und Starkregen: Ab Pfingstmontag geht es bergab mit dem Wetter

Link zum Artikel

Lesbisches Paar in London blutig geschlagen – weil sie sich nicht küssen wollten

Link zum Artikel

Helene Fischer macht's schon wieder – darum sind ihre Worte nur noch Heuchelei

Link zum Artikel

Kelly Family in Berlin: Warum immer noch der Hype? Eine Annäherung in 5 Akten

Link zum Artikel

Trump setzte Kopfgeld auf unschuldige Schwarze aus – jetzt melden sie sich zu Wort

Link zum Artikel

Wie beim WM-Finale 2014! Das steckt hinter der Final-Flitzerin von Madrid

Link zum Artikel

Helene Fischer und die 1-Mio-Euro-Party: Millionär bucht Star für besonderen Abend

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Donald Trump besucht London – und beleidigt kurz vor der Landung Londons Bürgermeister

Meist sind Staatsbesuche würdevolle Akte. Selbst unter Regierungsschefs, die sich nicht besonders grün sind, wird dabei viel Wert auf die Etikette gelegt. Mit Donald Trump ist die Welt der internationalen Politik und Diplomatie jedoch eine andere: Kurz vor der Landung seines Flugzeugs in London Stanstead beleidigte der US-Präsident Londons Bürgermeister Sadiq Khan auf Twitter.

Khan und Trump mögen sich nicht. Das war auch vorher schon klar. Im Vorfeld des Staatsbesuchs kritisierte Khan den …

Artikel lesen
Link zum Artikel