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First lady Melania Trump speaks on her initiatives during an event in the Rose Garden of the White House, Monday, May 7, 2018, in Washington.  The first lady gave her multipronged effort to promote the well-being of children a minimalist new motto:

Bild: Susan Walsh/AP

Melania Trump hat schon wieder abgeschrieben

Sarah Serafini

Endlich tritt Melania Trump aus dem Schatten ihres Mannes – und fällt auf die Schnauze. Sie ist mit dem mächtigsten Mann der Welt verheiratet. Ehemalige First Ladies haben diese Rolle jeweils geschickt zu nutzen gewusst. 

Doch Melania schien es in den letzten eineinhalb Jahren im Hintergrund wohler zu sein als auf der Bühne.

Umso mehr erhielt sie nun von vielen Seiten Lob dafür, dass sie nun endlich einen Schritt aus dem Schatten ihres Mannes machte. Dieses war jedoch von kurzer Dauer. Denn: Offenbar hat Melania abgeschrieben. Schon wieder!

Zu gut ist uns ihr Auftritt am republikanischen Parteitag noch in Erinnerung. Bei ihrem ersten großen öffentlichen Auftritt kopierte sie ganze Stücke von der Rede der ehemaligen First Lady Michelle Obama.

So, nun aber zum neusten Patzer von Melania: Am Montag lancierte sie eine Kampagne zum Umgang von Kindern mit sozialen Medien. "Be Best" lautet der Slogan, mit dem sie sich dafür einsetzten will, dass Kinder auf Twitter, Facebook und Co. respektvoll und überlegt handeln. 

"Es liegt in unserer Verantwortung als Erwachsene, den Kindern beizubringen, dass wen sie sich äußern – ob verbal oder online – sie ihre Worte überlegt wählen und mit Respekt und Mitgefühl sprechen müssen", sagte die First Lady.

Dass Melanias Ehemann nicht gerade mit bestem Beispiel voran geht, was den verantwortungsvollen Umgang auf Social Media angeht, ist schon bedenklich genug. Dass es sich bei der Kampagne offenbar um alten Käse aus dem Jahr 2014 handelt, der nun aufgewärmt nochmals präsentiert wird, grenzt an Peinlichkeit. 

So schreibt der "Guardian", dass die Broschüre von Melania Trump fast identisch sei wie diejenige, welche die Bundesbehörde Federal Trade Commission bereits 2014 ausgearbeitet hatte. Die unter der Obama-Regierung verfasste Broschüre hieß "Net Cetera – Chatting with Kids About Being Online."

Auf der offiziellen Webseite des Weissen Hauses wird die Kampagne als "Initiative der First Lady Melania Trump" angepriesen. Wer aber die entsprechende Broschüre ansieht, merkt schnell, da hat sich jemand nicht einmal die Mühe gemacht, den Abklatsch zu verbergen. Zum Vergleich: Hier die Broschüre von Melania, und hier jene von der Federal Trade Commission. 

Auf der Webseite kann die Broschüre heruntergeladen werden. Dort hieß es zuerst: "Eltern können hier klicken, um 'Mit Kindern über das Online-Sein sprechen' zu lesen – eine Broschüre von der First Lady und der Federal Commission."

Als erste Kritik an dem möglichen Plagiat laut wurden, wurde der Satz nun geändert. Jetzt heißt es: "Eltern können hier klicken, um 'Mit Kindern über das Online-Sein sprechen' zu lesen – eine Broschüre von der Federal Commission, unterstützt von der First Lady."

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