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So stellen wir uns die Szene vor.  getty/imago-montage

"Er stand einfach auf" – Trump bricht Treffen mit Demokraten nach wenigen Minuten ab

Ein Satz mit X: Im Streit um den US-Haushalt und die Grenzmauer hat US-Präsident Donald Trump eine Sitzung mit Spitzenvertretern der oppositionellen Demokraten abrupt abgebrochen und den Raum verlassen.

Trumps Version der Geschichte hört sich so an: 

Das Gespräch am Mittwoch im Weißen Haus mit den Oppositionschefs in Repräsentantenhaus und Senat, Nancy Pelosi und Chuck Schumer, sei eine "totale Zeitverschwendung" gewesen, schrieb Trump auf Twitter.

Die Version der Demokraten ist eine andere:

Schumer berichtete, der Präsident sei "einfach aufgestanden und hinausgegangen".

"Leider stand der Präsident einfach auf und ging hinaus. Er fragte Sprecherin Pelosi, ob sie der Mauer zustimmen würde. Sie sagte nein. Und er stand einfach auf und sagte: 'Dann haben wir nichts zu besprechen.' Und er ging einfach raus. Wieder sahen wir einen Temperamentanfall, weil er sich nicht durchsetzen konnte und er ging einfach aus dem Meeting heraus."

Damit erscheint eine Lösung zur Beendigung der seit mehr als zweieinhalb Wochen andauernden Blockade im Bundeshaushalt ferner denn je. Trump hatte am Vorabend mittels einer Fernsehansprache aus dem Oval Office den Druck auf die Demokraten zu erhöhen versucht, ihm die geforderten Summe von 5.7 Milliarden Dollar (4.9 Milliarden Euro) für den Mauerbau an der Grenze zu Mexiko zu gewähren.

Trump beschrieb in der Rede eine "wachsende humanitäre und Sicherheitskrise an unserer Südgrenze". Er beschuldigte die Demokraten, sie verweigerten den Grenzbeamten die Instrumente, "die sie verzweifelt brauchen, um unsere Familien und unsere Nation zu beschützen". Die Demokraten halten die Mauer jedoch für ineffektiv und überflüssig. Sie bestreiten, dass es eine "Sicherheitskrise" an der Grenze gibt. 

Darum geht es in dem Streit

Der Streit um die Mauer hat die Verabschiedung eines neuen Haushaltsgesetzes durch den Kongress verhindert. Die Folge ist eine seit dem 22. Dezember anhaltende Stilllegung eines Großteils der Bundesbehörden. 

Der Haushalt kann ohne die Demokraten nicht verabschiedet werden. Sie verfügen nicht nur seit Jahresbeginn im Repräsentantenhaus über die Mehrheit. Zudem werden einige ihrer Stimmen im Senat gebraucht, wo 60 der 100 Stimmen für die Haushaltsgesetze nötig sind. Trumps Republikaner haben im Senat 53 Sitze.

hau/afp

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