International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.
teaser

Bild: imago/twitter montage

Sogar Trumps Lieblingssender fand seinen Auftritt mit Putin daneben

17.07.18, 13:44

Jonas Mueller-Töwe

Sie nennen ihn "Verräter" und Schlimmeres: Dass Medien und Opposition hart mit US-Präsident Donald Trump ins Gericht gehen, ist nicht ungewöhnlich – doch nach dem Treffen mit Russlands Präsident Putin, nimmt auch der erzkonservative Sender "Fox News" kein Blatt mehr vor den Mund. Der Sender gilt als Haussender Trumps, der üblicherweise kein schlechtes Wort über den Präsidenten verliert.

Damit trifft der Sender genau jenen Ton, den auch führende Republikaner am Montag nach der gemeinsamen Pressekonferenz von Trump und Putin anschlugen. Senator John McCain hatte Trumps Verhalten einen der "beschämendsten Auftritte" eines US-Präsidenten genannt, die in Erinnerung seien. Der republikanische Kongressabgeordnete Eric Swalwell sagte zu "Fox News": "Da mag eine amerikanische Flagge auf der Bühne gewesen sein – einen amerikanischen Präsidenten habe ich nicht gesehen. Ich habe zwei Verteidiger Russlands gesehen."

In diese Kerbe schlug auch der "Fox News"-Analyst Jack Keane im Interview, ein ehemaliger General der US-Army. "Auf der Weltbühne zu stehen und Russland zu beschwichtigen zu Ungunsten unserer Geheimdienste, das hat mich schockiert." Es gebe keinen Zweifel, dass sich Russland in die Wahlen eingemischt habe.

Dass der Sender derart hart über Trump urteilt, ist nicht nur ungewöhnlich, es könnte auch einen tiefen Eindruck auf ihn machen. Er ist bekannt dafür, das Programm des Senders aufmerksam zu verfolgen – und es oft live auf Twitter zu kommentieren. Üblicherweise ist er voll des Lobes für die Moderatoren und Journalisten. Im Anschluss an das Treffen mit Putin gewährte er "Fox" ein Exklusiv-Interview. Begeistert über die Einschätzung des Senders dürfte er deswegen kaum sein.

Dieser Artikel erschien zuerst auf t-online.de

Trump und Putin: Hier gibt's mehr über das besondere Verhältnis der beiden Staatschefs

Diese Frau könnte Trump zum Verhängnis werden

US-Politiker üben heftige Kritik am Putin-Treffen – und wie reagiert Trump?

"Kleine nasse Nudel" – der Terminator trasht Trump nach dem Helsinki-Gipfel

Trump glaubt Putin so viel wie dem FBI: Die 5 größten Konflikte in Helsinki

Abonniere unseren Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

++ Erdogan und Putin einigen sich auf demilitarisierte Zone in Idlib ++

Alle News zu Syrien findest du hier:

Der russische und der türkische Präsident haben am Montag über eine Lösung für das Problem der syrischen Rebellionregion Idlib in Sotschi gesprochen.

Russland unterstützt einen Vormarsch der syrischen Armee in das letzte große von Islamisten und syrischen Oppositionellen beherrschte Gebiet. Die Türkei als Schutzmacht der Opposition versucht, syrische und russische Truppen von einem Angriff auf Idlib abzubringen und ein Blutbad zu vermeiden.

Jetzt einigten sich beide auf eine demilitarisierte …

Artikel lesen