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Der 21-jährige Shai Werts wird Opfer von Polizeiwillkür in den USA. screenshot: youtube/WSAV3

Polizisten verhaften Sportler, weil sie Kokain und Vogelkot verwechseln

Wäre dieser Vorfall keine Exempel für Polizeiwillkür in den USA, dann wäre er sehr witzig. Das ist passiert:

Am 31. Juli stoppten Polizisten in Clinton im US-Bundesstaat South Carolina den Wagen des Quarterbacks des Football-Teams der Georgia Southern Universität, Shai Werts. Der Vorwurf: Geschwindigkeitsüberschreitung. Nachdem die Polizisten das Auto anhielten, wurde dem 21-Jährigen Handschellen angelegt. Er wurde auf die Rückbank des Polizei-Autos gesetzt.

Danach begannen die Polizisten, sein Auto zu durchsuchen.

In diesem Video des Lokalsenders WSAV-TV ist alles zu sehen:

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Video: YouTube/WSAV3

Irgendwann wandten sie sich der Motorhaube zu und fanden dort eine angeblich weiße Substanz. Der Sheriff fragte Werts: "Was ist das weiße Zeug auf der Vorderseite deiner Motorhaube, Mann?".

Werts antwortete rasch: "Vogelscheiße."

Der Polizist allerdings wiederholte immer wieder, dass die Substanz nicht wie Vogelkot aussähe und er dafür auch einen Beweis habe.

"Ich schwöre bei Gott, es ist nicht [Vogelkacke]", sagte der Sheriff, "weil ich es gerade getestet habe, und es wurde pink. Es wurde positiv auf Kokain getestet."

Werts wurde dann wegen Geschwindigkeitsüberschreitung und Drogenbesitzes verhaftet und anschließend angeklagt.

Quarterback Werts wurde suspendiert.

October 11, 2018 - San Marcos, USA - Georgia Southern Eagles quarterback Shai Werts (4) passes the ball during an NCAA College League USA football game between Texas State and Georgia Southern on Thursday, Oct. 11, 2018 in San Marcos, Texas. Georgia Southern won, 15-13. NCAAF 2018 Texas State vs Georgia Southern Oct 11 PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY - ZUMAc201 20181011_zap_c201_013 Copyright: xScottxColemanx

Bild: imago sportfotodienst

Wie TMZ Sports berichtet, hat die Staatsanwaltschaft die Anklage fallen lassen, weil die Substanz kein Kokain war.

In der Erklärung heißt es: "Der Gerichtsmediziner stellte fest, dass keine kontrollierte Substanz nachgewiesen wurde."

Die Situation wird für ihn keine Konsequenzen haben, er kann wieder Football spielen.

Bisher muss der Polizist offenbar nicht mit Konsequenzen rechnen, obwohl er wissentlich eine Falschaussage tätigte und sagte, er hätte die weiße Substanz auf Kokain getestet.

(tl)

Proteste in Myanmar: 38 Menschen getötet

Bei Protesten gegen die Militärjunta in Myanmar sind am Mittwoch nach Angaben der UNO 38 Menschen getötet worden. Das Land habe somit den "blutigsten" Tag seit dem Militärputsch am 1. Februar erlebt, sagte die UN-Gesandte Christine Schraner Burgener bei einer Video-Pressekonferenz. Insgesamt seien seit Beginn der Proteste mehr als 50 Menschen getötet worden. Zahlreiche Demonstranten seien außerdem verletzt worden.

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