International
President Donald Trump speaks to a group of supporters at the Ford Center in Evansville, Ind., Thursday, Aug. 30, 2018. (AP Photo/Timothy D. Easley)

Donald Trump ist mal wieder nicht amused. Bild: Timothy D. Easley/ap

No Deal! Warum Trump gerade ein Friedensangebot der EU abgelehnt hat

No, I will not! US-Präsident Donald Trump will nicht auf das Angebot der EU-Kommission zur Abschaffung aller Autozölle beider Seiten eingehen.

Trump verglich die EU in dem Interview mit China, mit dem er ebenfalls einen Handelsstreit ausfechtet. Dieser könnte Kreisen zufolge in der kommenden Woche eine neue Eskalationsstufe erreichen. 

Donald Trump meint:

"Die Europäische Union ist fast so schlimm wie China, nur kleiner"

Der Handelsstreit: 

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und US-Präsident Donald Trump hatten Mitte Juli in Washington vereinbart, auf die Abschaffung aller Zölle auf Industriegüter hinzuarbeiten, allerdings mit Ausnahme von Autos. Diese Ausnahme kam nach EU-Angaben auf Wunsch der USA zustande. Die EU hätte indes nichts dagegen gehabt, Autos in die Verhandlungen einzubeziehen, heißt es in Brüssel.

Malmström sagte in einer Anhörung im Europaparlament, noch werde mit den USA nur sondiert, nicht verhandelt. Sonst bräuchte die EU-Kommission zunächst ein Mandat. Sollte es dazu kommen, hoffe sie auf einen Abschluss der Verhandlungen noch innerhalb der Amtszeit der jetzigen Kommission, also vor November 2019.

Teil der Washingtoner Absprachen ist, dass während der Gespräche keine neuen Zölle verhängt werden. Sollte Trump dennoch Strafzölle auf Autoimporte erheben, "würden wir diese Gespräche sofort unterbrechen", sagte Malmström.

Trumps Drohung mit solchen Strafzöllen auf europäische Autos hatte den Handelsstreit mit der EU im Frühsommer eskalieren lassen. Juncker gelang es mit dem Krisengespräch in Washington, den Konflikt zu entschärfen. Dabei hatte Juncker in Aussicht gestellt, dass die EU größere Mengen Soja sowie Flüssiggas aus den USA importiert.

Malmström wies im Handelsausschuss kritische Anmerkungen von Abgeordneten an den Abmachungen zurück. "Wir haben keine Zugeständnisse gemacht", versicherte sie.

(pb/dpa)

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0

Interview

Satiriker Martin Sonneborn fällt gnadenloses Urteil über von der Leyen

Diese Woche begann der Prozess gegen die mutmaßlichen Drahtzieher des Anschlags auf die Redaktion des Satiremagazins "Charlie Hebdo" in Paris. 14 Angeklagte stehen vor Gericht und müssen sich für den Mord an zwölf Menschen verantworten, die im Januar 2015 von mehreren Attentätern in Paris ermordet wurden.

Weit über die Grenzen Frankreichs hinaus wird der Prozessbeginn beobachtet. Denn was hier verhandelt wird, ist weit mehr als Mord. Der Anschlag galt nicht nur der Redaktion von "Charlie Hebdo", …

Artikel lesen
Link zum Artikel