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President Donald Trump delivers remarks during a Presidential Recognition Ceremony on Hard Work, Heroism, and Hope in the Rose Garden of the White House in Washington D.C., U.S. on Friday, May 15, 2020. PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxONLY WAX20200515427 STEFANIExREYNOLDS

US-Präsident Trump hat die Coronavirus-Pandemie für beendet erklärt. Schon mehrfach. Bild: www.imago-images.de / STEFANIE REYNOLDS

Trumps Ex-Ghostwriter: Dem US-Präsidenten sind die Corona-Toten egal

1987 ist "The Art of the Deal" von Donald Trump erschienen. Das Buch des damaligen Immobilen-Moguls und späteren US-Präsidenten wurde ein Bestseller.

Geschrieben wurde "The Art of the Deal" (auf Deutsch: "Die Kunst des Erfolges) vom US-Journalisten Tony Schwartz. Der Ghostwriter konnte in den Jahren vor der Veröffentlichung Trump kennenlernen – distanzierte sich später aber von ihm deutlich. Mittlerweile zählt er zu den Kritikern der Politik des US-Präsidenten.

Das hat sich auch mit dem verheerenden Ausbruch des Coronavirus in den USA nicht geändert. Im Gegenteil. In einem Interview am Freitag mit dem US-Sender MSNBC liefert Tony Schwartz eine bittere Abrechnung mit Trump.

Corona hat für ein Umdenken beim Trump-Ghostwriter gesorgt

Schon mehrmals hat der US-Präsident die Corona-Pandemie für besiegt erklärt. Dabei steigen die Zahlen der Infizierten in den USA weiterhin stark an. Kein Land ist so schwer vom Coronavirus betroffen wie die Vereinigten Staaten.

Die Reaktion von Trump auf die Corona-Pandemie sei "aufschlussreich" für ihn gewesen, berichtet Schwartz. "Die ganze Art und Weise, wie er reagiert hat, hat mich dazu gebracht, Trumps Motivation zu überdenken."

Er sei immer davon ausgegangen, dass Trumps Hauptantrieb wie bei vielen Menschen sei, geliebt und bewundert zu werden. Aber die tiefer liegende Motivation sei, zu dominieren und zu gewinnen. "Und das ist eine Folge der Tatsache, dass er kein Gewissen hat", sagt Schwartz.

Trump – ein Mann ohne Mitgefühl?

Viele Menschen könnten nur schwer verstehen, warum Trump offenbar keine Unterscheidung zwischen richtig und falsch (oder: wahr und falsch) vornehme. Das gebe dem Präsidenten aber "einen massiven Vorteil in Situationen, in denen die meisten Menschen eingeschränkt wären durch ihren Respekt vor der Wahrheit und ihrer Sorge, wie sie andere beeinflussen werden".

Dann fügt er hinzu: "Die Toten, ich weiß, das ist extrem, die Toten sind ihm egal."

Schwartz ist nicht der Erste, der dem US-Präsidenten vorwirft, in der Corona-Krise wenig Mitgefühl zu zeigen. Bei seinen Pressebriefings spreche er am liebsten über die Einschaltquoten, erinnert ein Kolumnist der "Washington Post" etwa in einem beißenden Kommentar.

Um dann zu schreiben: "Trump scheint unfähig zu sein, sich die Ängste, das Leid und die Trauer seiner Mitbürger vorzustellen und widerzuspiegeln. Wir waren Zeugen des völligen Versagens von Empathie in der Führung des Präsidenten."

(ll)

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