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Bild: Palm Beach Post via ZUMA Wire

Republikaner verspottet US-Schüler: "Belegt doch lieber Wiederbelebungskurse"

Mit den Massenprotesten in den USA erhöhen die Überlebenden des Schulmassakers von Parkland den Druck auf die mächtige Waffenlobby und die Politik. Vor allem die jungen Demonstranten stehen im Fokus — stärker als andere Waffengegner zuvor werden sie wegen ihrer mutigen und emotionalen Auftritte als Revolutionäre gefeiert. 

Das Video von Emma Gonzalez' Schweige-Rede beim "March For Our Lives" ging um die Welt:

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Video: YouTube/Reflect

Nun positionieren sich Waffen-Befürworter, allen voran natürlich die amerikanische Waffenlobby, die National Rifle Association (NRA).

Aber auch der republikanische Ex-Präsidentschaftskandidat Rick Santorum ließ sich zu einer höhnischen Äußerung hinreißen:

"Belegt doch lieber Wiederbelebungskurse oder versucht, auf Situationen mit einem Todesschützen richtig zu reagieren"

Rick Santorum CNN

Das sagte er in der CNN-Sendung "State of the Union" am Sonntag. Und Schüler könnten sich auch gegen Mobbing in ihren Gemeinden engagieren oder versuchen, selbst mit einem gewaltbereiten Schützen fertig zu werden statt Abgeordnete um Gesetze zu ihrem Schutz zu bitten.

Zuvor hatte auch schon die NRA versucht, die Massenproteste zu diskreditieren.

Vertreter wetterten auf Facebook, es handele sich keinesfalls um eine "spontane Protestkundgebung" und witterten eine Verschwörung.

In einem Facebook-Post der NRA heißt es:

"Schusswaffen hassende Milliardäre und Hollywood-Eliten manipulieren und nutzen Kinder aus – das ist Teil ihres Plans, den zweiten Verfassungszusatz zu ZERSTÖREN und uns das Recht zu nehmen, uns und unsere Lieben zu verteidigen."

NRA auf Facebook

Ein Behördenmitarbeiter in Forida verstieg sich etwa in der These, zwei Schüler der Gruppe seien engagierte Schauspieler. Er wurde entlassen. ("Washington Post")

Ein anderer NRA-Vertreter äußerte sich jetzt in US-Medien besonders abfällig über die Demonstranten:

"Ich würde mir wünschen, dass ein Held wie Blaine Gaskill im vergangenen Monat an der Marjory Douglas High School gewesen wäre. Dann wären eure Klassenkameraden noch am Leben und niemand würde eure Namen kennen, weil die Medien eure Geschichte vollkommen ignoriert hätten. Genauso, wie sie seine ignoriert haben." 

Colion Noir von NRATV

Gaskill ist ein Polizist, der Anfang vergangener Woche ein  weiteres Shooting verhinderte. Dazu hatten Noir und andere gesagt, dass die Lösung für Waffengewalt an Schulen mehr "gute Menschen mit Waffen" sei.

Das war der "March For Our Lives" in den USA:

Die neue Protestgeneration hat also bereits erfahren, dass ihr Kampf ein mühseliger ist. Zwar hat ihr Druck immerhin im Bundesstaat Florida bereits eine Verschärfung des regionalen Waffenrechts bewirkt — doch bei der Regierung und im Kongress in Washington gibt es bislang nur minimale Konzessionen im Waffenrecht. 

Präsident Donald Trump scheint nicht bereit zu sein, sein Bündnis mit der NRA zu gefährden.

Die jungen Demonstranten setzen jedoch darauf, dass auch sie mächtigen politischen Druck entfalten können. Schließlich werden viele von ihnen schon bei der Kongresswahl im November wahlberechtigt sein — und noch viel mehr bei der Präsidentschaftswahl 2020.

(hd/afp) 

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