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A McDonald's sign damaged by Hurricane Michael is pictured in Panama City Beach, Florida, U.S. October 10, 2018. REUTERS/Jonathan Bachman     TPX IMAGES OF THE DAY

Bild: Reuters

"Es wirkt, als lebte ich in einem Kriegsgebiet" – "Michael" verwüstet Floridas Küste

Meterhohe Flutwellen, mächtige Windböen, strömender Regen: Hurrikan "Michael" hat im Nordwesten des US-Bundesstaates für extremes Wetterchaos und Zerstörung gesorgt.

Als "Michael" am Mittwochnachmittag (Ortszeit) nordwestlich des kleinen Ortes Mexico Beach die Küste traf, fehlten dem Sturm nur zwei Stundenkilometer Windgeschwindigkeit, um in die höchste Kategorie fünf eingestuft zu werden. Aufnahmen aus Mexico Beach zeigten weitreichende Zerstörung, Überflutungen und Trümmer. Auch auf Bildern aus der Stadt Panama City Beach waren zerfetzte Häuserreste, abgedeckte Dächer und umgeknickte Bäume zu sehen.

Ein NBC-Reporter wurde bei seiner Berichterstattung fast weggeblasen...

Bilder der Zerstörung in Florida:

Hurricane Michael formed off the coast of Cuba carrying major Category 4 landfall in the Florida Panhandle. Surge in the Big Bend area, along with catastrophic winds at 155mph. Port St. Joe Lodge number 111, at right, lay in ruins on Reid Avenue on Wednesday, Oct. 10, 2018, in Port St. Joe, Fla., after Hurricane Michael made landfall in the Florida Panhandle. (Douglas R. Clifford/The Tampa Bay Times via AP)

Bild: Tampa Bay Times

Pine trees litter a yard in Port St. Joe, Fla., on Garrison Avenue on Wednesday, Oct. 10, 2018, after Hurricane Michael made landfall in the Florida Panhandle. Hurricane Michael formed off the coast of Cuba carrying major Category 4 landfall in the Florida Panhandle. Surge in the Big Bend area, along with catastrophic winds at 155mph. (Douglas R. Clifford/The Tampa Bay Times via AP)

Bild: Tampa Bay Times

A local business damaged by Hurricane Michael is pictured in Panama City Beach, Florida, U.S. October 10, 2018. REUTERS/Jonathan Bachman

Bild: reuters

Der Meteorologe Dennis Feltgen vom Nationalen Hurrikanzentrum erklärte, es handele sich um den stärksten Hurrikan seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, der Floridas Panhandle getroffen habe. Als Panhandle (Landzipfel oder wörtlich Pfannenstiel) wird der nordwestliche Zipfel Floridas bezeichnet."Michael" hatte in den vergangenen Tagen rasant an Stärke gewonnen.

Die Behörden riefen hunderttausende Menschen eindringlich dazu auf, das betroffene Gebiet zu verlassen. Doch viele kamen dem nicht nach. Floridas Gouverneur Scott sagte, er sei enttäuscht darüber.

Missy Theiss lebt acht Kilometer von der Küste von Panama City Beach entfernt. Die 54-Jährige entschied sich, gemeinsam mit ihrem Mann, ihrer Tochter und zwei Hunden in ihrem Haus zu bleiben. "Ich schaue aus dem Fenster und es wirkt, als lebte ich in einem Kriegsgebiet", schrieb Theiss in einer Textnachricht an die Deutsche Presse-Agentur. "Es war die schlechteste Entscheidung, hier zu bleiben. Wir haben es für unsere Haustiere getan", erklärte sie. Sie habe gedacht, "Michael" würde die Küste als Hurrikan der Stufe zwei erreichen, dann wurde er aber zur Kategorie vier hochgestuft."

Als wir darüber nachdachten, zu gehen, war es schon zu spät. Wir hatten viel Angst, wir wollten nicht, dass etwas Schlimmes passiert", schilderte Theiss ihre schwierige Lage. Sie habe Schutz im Flur ihres Hauses gefunden, abseits von Fenstern und Türen.

US-Präsident Donald Trump begann am Abend seine Rede auf einer Wahlkampfveranstaltung damit, den Menschen in den betroffenen Gebieten sein Mitgefühl auszusprechen. Die "Gedanken und Gebete" der gesamten Nation seien bei ihnen.

Trump hatte zuvor erklärt, er habe die Wahlkampfkundgebung nicht absagen wollen, weil er die Menschen nicht enttäuschen wolle, die darauf gewartet hätten.Der Präsident kündigte an, das Katastrophengebiet voraussichtlich am Sonntag oder Montag zu besuchen. Bei einem früheren Besuch befürchte er, den Helfern in die Quere zu kommen, sagte Trump.

Dutzende Menschen kamen durch "Florence" und die Folgen des Sturms ums Leben:

Michael" ist nicht der erste Hurrikan, der in diesem Jahr Zerstörung an die US-Südostküste gebracht hat. Mitte September hatte "Florence" vor allem in North und South Carolina schwere Überschwemmungen verursacht. Anders als "Michael" war der Sturm aber lediglich als Kategorie eins an Land getroffen - mit Windgeschwindigkeiten von 150 Kilometern pro Stunde. Die Katastrophenschutzbehörde Fema warnte, "Michael" werde auch North und South Carolina starken Regen bringen - dabei sei dort das Wasser von "Florence" noch nicht vollständig abgeflossen.

(aj/dpa)

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