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Trump feuert Außenminister Rex Tillerson – weil der seinen Job macht

THURMONT, MD - JANUARY 6: (AFP OUT) U.S. Secretary of State Rex Tillerson and U.S. President Donald Trump listen as Republicans take turns speaking to the media at Camp David on January 6, 2018 in Thurmont, Maryland. President Trump met with staff, members of his Cabinet and Republican members of Congress to discuss the Republican legislative agenda for 2018. (Photo by Chris Kleponis-Pool/Getty Images)

Der alte Außenminister nannte Trump wohl einen "moron". Bild: Getty Images North America

Rex Tillerson war als Chefdiplomat zu diplomatisch. Nun muss er gehen. 

Eigentlich war es schon im Oktober so weit. Seit Tagen rumorte es in amerikanischen Medien. Von einem schlimmen Streit zwischen Donald Trump und seinen Sicherheits-Beratern war die Rede. Allen voran sei ein tiefer Graben entstanden zwischen dem Präsidenten und seinem Secretary of State Rex W. Tillerson, schrieb etwa die "New York Times".

Der Außenminister aber wollte trotz zahlreicher Gerüchte damals nicht zurücktreten. Stattdessen entschied sich Tillerson zu einem in der US-Politik außerordentlichen Schritt: Er berief eine Pressekonferenz ein und sprach Donald Trump sein Vertrauen aus. Tump musste reagieren, lobte seinen Außenminister und Tillerson konnte bleiben. Erst einmal.

Lange hielt das Vertrauen nicht: Am Dienstag, kein halbes Jahr nach der Pressekonferenz, musste Tillerson nun doch seinen Posten räumen. Er erfuhr von seiner Entlassung offenbar nicht einmal persönlich. Laut vox.com las er von seinem Ausscheiden auf Twitter - wie der Rest der Welt. Sein Nachfolger wird der bisherige CIA-Chef Mike Pompeo.

Nach dreizehn prominenten Rücktritten kommt auch Tillersons Abgang nicht überraschend. Immer wieder tauchten im vergangenen Jahr Berichte über seine Frustration über den Präsidenten auf. Und auch Trump selbst entfremdete sich von seinem Minister.

So entkräftigte der eigentlich bedachte Öl-Unternehmer Tillerson etwa nie das Gerücht, er habe den Präsidenten einen „Moron“, also einen „Idioten“ genannt. Im Vorfeld hatte Trump öffentlich die Bemühungen Tillersons bloßgestellt, Gespräche mit Nordkorea aufzunehmen. Sein Außenminister würde „seine Zeit verschwenden“, twitterte Trump im Oktober.

Einen weiteren Bruch zwischen Außenminister und Präsident gab es offenbar in der Krise zwischen Qatar und seinen arabischen Nachbarn im Juni vergangenen Jahres. Tillerson warf Trump und dessen Berater und Schwiegersohn Jared Kushner vor, einseitig Position für Saudi-Arabien zu beziehen. Er selbst mahnte einen „ruhigen und bedachten Dialog“ an, der Präsident warf Quatar hingegen die Finanzierung von internationalem Terrorismus vor.

So kam es, dass Tillerson über Monate hinweg von Trump und dessen unvorhersehbarem Politik-Stil genervt war. In innenpolitischen Fragen wie etwa der Gewalt zwischen Afroamerikanern und der Polizei in Charlottesville distanzierte er sich öffentlich von den Aussagen des Präsidenten.

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