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 August 5, 2020, Washington, District of Columbia, USA: United States President Donald J. Trump speaks during a news conference in the James S. Brady Press Briefing Room at the White House in Washington D.C., U.S., on Wednesday, August 5, 2020 Washington USA - ZUMAs152 20200805_zaa_s152_126 Copyright: xStefanixReynoldsx

Die Social-Media Plattformen Facebook und Twitter gehen gegen Inhalte des US-Präsidenten vor. Bild: www.imago-images.de / Stefani Reynolds

Wirre Corona-Theorie: Nach Twitter löscht auch Facebook ein Posting von Trump

Facebook hat ein von US-Präsident Donald Trump auf der Plattform veröffentlichtes Video gelöscht. Der Clip habe Falschinformationen zum Thema Coronavirus enthalten, erklärte ein Sprecher des Unternehmens. Im Ausschnitt eines Interviews mit dem Sender Fox News sagte Trump, Kinder seien in Bezug auf das Coronavirus "fast immun", weswegen Schulen nach den Sommerferien trotz der Pandemie wieder für normalen Unterricht öffnen sollten.

Facebook erklärte am Mittwoch, die "falsche Behauptung, wonach eine Bevölkerungsgruppe immun ist", verstoße gegen die Regeln der Plattform zu Corona-Falschinformationen. Kinder können sich auch mit dem Coronavirus infizieren, haben aber in der Regel eher milde Symptome – sie sind nicht "immun".

Bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus bemühte sich Trump am Mittwochabend, seine Bemerkung zu relativieren und verwies auf die zumeist milden Krankheitsverläufe bei Kindern. Trump wiederholte aber seine Forderung, dass die Schulen im Land zum normalen Unterricht zurückkehren sollten. In vielen Großstädten haben Schulbezirke wegen der Pandemie bereits angekündigt, das neue Schuljahr nicht wie gewohnt mit reinem Präsenzbetrieb zu beginnen.

Twitter löscht Account von Trumps Wahlkampagne

Auch auf Twitter scheint Trumps Video-Ausschnitt am Mittwochabend gelöscht worden zu sein. Eine Unternehmenssprecherin sagte nach Angaben der "Washington Post", Twitter habe die Löschung verlangt.

Außerdem hat Twitter das Konto der Wahlkampagne des US-Präsidenten vorübergehend komplett gesperrt. Grund war ebenfalls der Tweet, in dem Trump die Behauptung zur Immunität von Kindern aufstellte, begründete das Unternehmen die Maßnahme am Mittwoch. Das Konto werde erst wieder entsperrt, wenn das Wahlkampfteam den Tweet lösche.

Anders als Twitter war Facebook bisher sehr zurückhaltend im Umgang mit Trumps Posts. Twitter hatte einige Tweets von Trump wegen Gewaltverherrlichung mit einem Warnhinweis versehen oder diese einem Faktencheck unterzogen. Trump kritisiert dies als Zensur.

(lau/dpa und afp)

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