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Ein Foto, 4 Perspektiven – das G7-Bild von Merkel und Trump

Ein Bild geht um die Welt: Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel lehnt sich beim G7-Gipfel in Kanada weit über den Tisch. Vor ihr, defensiv und sitzend mit verschränkten Armen, US-Präsident Donald Trump.

Die Botschaft: Merkel gibt den Ton vor, dominiert die Männerriege der mächtigsten Nationen der Welt.

Das Problem: Das Bild wurde bearbeitet und von Steffen Seibert, dem Sprecher der Bundesregierung, verbreitet.

Natürlich haben auch die anderen Teilnehmer der Sitzung einen Pressesprecher. Der französische Präsident Emmanuel Macron etwa ließ folgendes Bild verbreiten.

Es ist die selbe Szene, aber diesmal wirkt es, als wäre Macron der große Macher. Er steht im Zentrum des Bildes, alles richtet sich auf ihn aus. Merkel ist halb verdeckt, von Donald Trump ist nur die Frisur zu sehen.

Donald Trumps Pressesprecherin Sarah Sanders verbreitete nach dem Treffen folgende Bilder:

Die schwarz-weiß Fotografien zeigen Donald Trump, wie er sich die Mächtigen zur Brust nimmt, wie er der gefragteste Mensch der Runde ist.

Und natürlich hat auch der neue italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte seine PR-Leute mitgenommen. Er (mit dem Rücken zur Kamera) inszeniert sich als Mann der Inhalte, auf den Text fokussiert und alle anderen ihm zugewandt.

Was bei G7 auch spannend war. Trudeau, wie er Socken trägt:

Ironischerweise wurden alle Twitter-Offensiven der europäischen Staatschefs wenig später von Donald Trump auch via Twitter zunichte gemacht.

(aeg)

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