International
ARCHIV - 23.01.2020, USA, Portland: Jami Resch, Polizeichefin von Portland, während eines Interviews. Wegen ihres Umgangs mit den Protesten nach dem Mord an dem Afroamerikaner George Floyd sah sie sich Kritik ausgesetzt. Nun ist die weiße Polizeichefin von Portland im US-Bundesstaat Oregon zurückgetreten und hat einen afroamerikanischen Kollegen als ihren Nachfolger bestimmt. Foto: Beth Nakamura/The Oregonian/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

In Portland gibt es bei der Polizei einen Führungswechsel: Jami Resch (im Bild) übergibt ihren Posten an den Afroamerikaner Chuck Lovell. Bild: The Oregonian/AP / Beth Nakamura

Portlands Polizeichefin überlässt ihr Amt Schwarzem Kollegen

Wegen ihres Umgangs mit den Protesten nach dem Mord an dem Afroamerikaner George Floyd sah sie sich Kritik ausgesetzt. Nun ist die weiße Polizeichefin von Portland im US-Bundesstaat Oregon zurückgetreten und hat einen Schwarzen Kollegen als ihren Nachfolger bestimmt.

Sie sei Forderungen nach Veränderungen gefolgt: "Das Portland Police Bureau muss beim Wandel vorangehen." Die Veränderung in der Führung der Polizeibehörde "kommt von Herzen", schrieb Jami Resch am Montag auf Twitter.

Ihr Nachfolger, Chuck Lovell, habe sein Leben dem Polizeidienst verschrieben. "Ich bin zu 100 Prozent von ihm uns seiner Führungsstärke überzeugt."

Die Polizeichefin war mit hartem Vorgehen der Polizei gegen Demonstranten in die Kritik geraten. Wie die regionale Zeitung "The Oregonian" berichtet, hatte Portlands Bürgermeister Ted Wheeler die Polizei aufgefordert, etwa vom Einsatz von Tränengas abzusehen, es sei denn, es bestehe eine unmittelbare Gefahr für die Beamten und es gebe keine Alternative.

Resch erklärte daraufhin in einem Tweet, sie stehe über den Einsatz von Tränengas in engem Austausch mit Bürgermeister Wheeler. Die Polizei evaluiere in jeder Situation die bestmöglichen Optionen, um die erste Priorität, die Sicherheit von Leben, zu erfüllen. Am Ende kam es dann zum Einsatz von Tränengas.

Nun zieht Resch nach weniger als sechs Monaten im Amt Konsequenzen. Ihr Nachfolger Lovell sagte am Montag auf einer Pressekonferenz: "Es wird schwierig. Ich mache mir keine Illusionen". Es sei aber auch schwierig, jeden Tag auf die Straße zu gehen und Gerechtigkeit einzufordern.

(lau/dpa)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Trump soll Merkel im Telefonat mit ihr als "dumm" bezeichnet haben

US-Präsident Donald Trump genießt nicht unbedingt den Ruf, besonders feinfühlig zu sein. Dass allerdings selbst seine eigenen Berater ihn aufgrund seiner Telefongespräche mit den Staatschefs anderer Länder als "wahnhaft" bezeichnen, ist dann doch eine neue Dimension. Von dieser Einschätzung berichtet CNN unter Berufung auf zwei Insider.

Wie die Insider dem Nachrichtensender berichten, schikanierte und erniedrigte Trump regelmäßig gerade die Staatschefs der wichtigsten Verbündeten Amerikas, …

Artikel lesen
Link zum Artikel