International
V.r.n.l.: Maryanne Trump Barry, Anthony Joseph Scirica und Edward Roy Becker (alle USA/Richter im Dritten US Bezirksgericht) während der Anhörung von Richter Samuel A. Alito vor dem Justizausschuss des Senats anlässlich der Entscheidung über dessen Berufung in den Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten von Amerika in Washington D.C.  PUBLICATIONxINxGERxAUTxSUIxONLY  WAP20060112537

Maryanne Trump Barry. Bild: imago-images / UPI Photo

Trumps Schwester schimpft in Tonaufnahme über Donald – 7 brisante Zitate

Die Schwester von US-Präsident Donald Trump, Maryanne Trump Barry, ist in einem Privatgespräch hart mit ihrem berühmten Bruder ins Gericht gegangen. Trump sei ein Lügner und habe keine Prinzipien, sagt Trump Barry in einem heimlich aufgezeichneten Gespräch mit ihrer Nichte Mary Trump, welches die "Washington Post" am Samstag (Ortszeit) veröffentlichte. Unter anderem klagt Trump Barry über die "gottverdammten Tweets und Lügen" ihres Bruders.

Trump Barry wirft dem US-Präsidenten in den Aufnahmen vor, durch seine restriktive Einwanderungspolitik Kinder von ihren Eltern zu trennen und sie in Auffanglager an der US-Südgrenze zu schicken. "Er will nur seine Basis ansprechen. Er hat keine Prinzipien. Keine", sagt sie. Trump Barry attestiert dem US-Präsidenten zudem "Verlogenheit". Auch sagt sie: "Donald ist grausam".

Buch von Nicht über Trump

Öffentlich wurden die Aufzeichnungen nur wenige Wochen nach Erscheinen eines Enthüllungsbuchs von Mary Trump über ihren Onkel. Die studierte Psychologin beschreibt den US-Präsidenten darin als verlogenen und kaltherzigen Narzisten. Trumps kürzlich verstorbener Bruder Robert hatte erfolglos versucht, die Veröffentlichung des Buches zu stoppen. Allein am ersten Erscheinungstag verkaufte sich das 240-Seiten-Buch 950.000 Mal.

In dem Audio-Mitschnitt spricht Mary Trump mit ihrer Tante auch über Donald Trumps Bewerbungstests an der University of Pennsylvania. Trump sei an der Hochschule nur angenommen worden, weil jemand anderes die Prüfungen für ihn abgelegt habe, sagt Trump Barry. Sie erinnere sich sogar an den Namen des Mannes. Diesen Vorwurf hatte Mary Trump bereits in ihrem Buch erhoben.

Sieben Zitate, die Aufsehen erregen

"I’m talking too freely, but you know. The change of stories. The lack of preparation. The lying. Holy shit."

Trump Barry sagte dies, als sie das Verhalten ihres Bruders bei der Führung seiner Verwaltung seit seiner Wahl zum Präsidenten im Jahr 2016 beschrieb.

"He has no principles."

Trump Barry, die als Bundesrichterin über Einwanderungsfälle entschieden hatte, sagte dies über die Politik der Trump-Administration, Migrantenkinder an der Südgrenze von ihren Eltern zu trennen. "Er will einzig seiner Basis gefallen", fügte sie hinzu.

"He doesn’t read."

Trump Barry sagte dies als Antwort auf eine Frage ihrer Nichte, was der Präsident liest. Trump hat Berichten zufolge das Lesen der täglichen Geheimdienstbesprechungen übersprungen und sich stattdessen auf mündliche Berichte und visuelle Hilfsmittel verlassen.

"Donald is cruel."

Trump Barry erzählte dies ihrer Nichte, als sie laut der "Washington Post" den seit den 1980er Jahren andauernden Konflikt zwischen ihr und ihrem Bruder diskutierte.

"He was a brat."

Trump Barry sagte dies, als sie ihrer Nichte erklärte, dass sie oft Trumps Hausaufgaben für ihn machte und dass er jemanden bezahlte, der für ihn seine SAT-Prüfungen (ein standardisierter Test, der für die Aufnahme an amerikanischen Universitäten gefordert wird) machte.

"You can’t trust him."

Trump Barry sagte dies während einer Diskussion über Trumps Geschäftspleiten. Von Trump geführte Unternehmen haben sechsmal Konkurs angemeldet.

"It was all about him."

Trump Barry sagte dies über Trumps Rede bei der Beerdigung ihres Vaters 1999. "Donald war der einzige, der nicht über Dad sprach", fügte sie hinzu. Barry nahm Berichten zufolge nicht an der Trauerfeier für ihren Bruder Robert teil, die Trump am Freitag im Weißen Haus abhielt.

Reaktion aus dem Weißen Haus

Als Reaktion auf die Veröffentlichung der Äußerungen seiner Schwester veröffentlichte das Weiße Haus eine Erklärung von Trump: "Jeden Tag ist es etwas anderes, wen interessiert's." Er werde weiterhin hart für das amerikanische Volk arbeiten, erklärte Trump. Nicht alle seien damit einverstanden, aber die Ergebnisse seien offensichtlich. "Unser Land wird bald stärker sein als je zuvor", kündigte der Präsident an.

(lin/afp/watson.ch)

Sahra Wagenknecht überrascht bei "Maischberger" mit Lob für Donald Trump

Die USA haben gewählt, aber noch weiß niemand, wer gewonnen hat. Fest steht: Joe Biden ist mit über 70 Millionen Stimmen der amerikanische Präsidentschaftskandidat mit den meisten Stimmen überhaupt. Gewonnen hat er damit aufgrund des amerikanischen Wahlsystems noch nicht. Denn da geht es um die Mehrheit in den jeweiligen Bundesstaaten und den damit verbundenen Stimmen der Wahlmänner. Donald Trump hatte sich noch während der laufenden Auszählungen als Sieger ausgerufen und einen Gang zum …

Artikel lesen
Link zum Artikel