FILE PHOTO: Former White House Chief Strategist Steve Bannon exits the Manhattan Federal Court, following his arraignment hearing for conspiracy to commit wire fraud and conspiracy to commit money laundering, in the Manhattan borough of New York City, New York, U.S. August 20, 2020. REUTERS/Andrew Kelly/File Photo

Steve Bannon Bild: reuters / Andrew Kelly

Trumps Ex-Chefstratege will Top-Virologe Fauci und FBI-Chef Wray enthaupten lassen

Donald Trump und sein Top-Virologe Anthony Fauci waren nie beste Freunde. Auch mit dem FBI-Chef Christopher Wray ist das Verhältnis nicht zum Besten bestellt. Der noch amtierende Präsident der USA glaubt, dieser sei Teil einer Verschwörung gegen ihn.

Doch was Trumps Ex-Chefstratege Steve Bannon nun in einem Video fordert, geht noch weit über das hinaus, was der US-Präsident bisher an Hass und Verachtung über die beiden ausgegossen hat. Bannon ruft ganz offen dazu auf, die beiden enthaupten zu lassen – und das ist noch nicht alles.

Trump hatte Bannon 2016 zu seinem Wahlkampfleiter ernannt. Nach Trumps Amtsantritt im Januar 2017 wurde der für seine islamfeindlichen Positionen bekannte Bannon Chefstratege im Weißen Haus. Nach einem Zerwürfnis mit Trump wurde er aber nur rund ein halbes Jahr später wieder entlassen.

Bannon, der als einer der Vordenker der Neuen Rechten gilt, erklärt nun auf Youtube, eine zweite Amtszeit von Trump (die es voraussichtlich nicht geben wird), werde wohl mit der Entlassung von Fauci und Wray starten. Das sei aber noch lange nicht genug.

Kopf ab – und vor dem Weißen Haus aufspießen

Ihm sei klar, dass der Präsident ein "gutherziger und guter Mensch" sei, sagt Bannon. Er wolle lieber in die alten Zeiten von Tudor-England zurückgehen, fährt er fort:

"Ich würde die Köpfe auf Spieße stecken, richtig, ich würde sie an den beiden Ecken des Weißen Hauses aufstellen, als Warnung für die Bürokraten."

Steve Bannon, Ex-Chefstratege von Trump

Es sei Zeit, mit den Spielchen aufzuhören. "Jagt alles in die Luft, setzt Rick Grenell heute als Interims-Chef des FBI ein", poltert er weiter. Grenell ist der ehemalige US-Botschafter in Deutschland.

Sein Co-Moderator Jack Maxey hält nicht nur nicht dagegen – er pflichtet ihm sogar bei. Gestern sei der Jahrestag einer Hinrichtung von zwei Geschäftsleuten gewesen, die zur Zeit der amerikanischen Revolution mit den Briten kollaboriert hätten.

"Die wurden aufgehängt. So sind wir mit Verrätern umgegangen."

Bannons Co-Moderator Jack Maxey

Das ist ganz nach dem Geschmack des ehemaligen Trump-Strategen. "Die Revolution war keine Art Gartenparty, richtig? Es war ein Bürgerkrieg", versetzt Bannon.

Hier Bannons schockierende Aussagen:

Ab Mai 2021 wird sich der ehemalige Trump-Stratege vor Gericht verantworten müssen. Die New Yorker Staatsanwaltschaft wirft Bannon und drei weiteren Beschuldigten vor, Geld aus einer Online-Spendenaktion für den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko abgezweigt zu haben. Eine Enthauptung droht ihm nach dem Prozess allerdings nicht.

(om)

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