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Alle mit Maske: Friseurinnen schneiden ihren Kundinnen unter Einhaltung der Corona-Regeln die Haare. Bild: www.imago-images.de / Cavan Images

Superspreading-Event bei US-Friseur verhindert – Forscher haben Verdacht

In einem Friseursalon in Springfield im US-Bundesstaat Missouri schnitten zwei mit Corona infizierte Angestellte 139 Kunden tagelang die Haare – ohne die Infektion zu bemerken.

Als die Corona-Infektion der Mitarbeiter dann diagnostiziert wurde, rechnete das örtliche Gesundheitsamt mit einem Anstieg der Infektionen und fürchteten sogar ein mögliches "Superspreader-Event."

Doch die Infektionen blieben aus. Der Vorfall ereignete sich bereits Mitte Mai, damals berichteten US-Medien. Jetzt haben die Gesundheitsexperten der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) den Fall rekonstruiert und einen Bericht veröffentlicht. Der beschreibt genau, wann und wo die beiden Friseure gearbeitet haben, wie viele Kunden sie bedienten und wann sie vermutlich ansteckend gewesen waren.

Demnach arbeiteten die beiden Friseure für acht Tage eng beieinander, bevor die Infektion entdeckt wurde und beide für 14 Tage in Quarantäne mussten. Beide zeigten zu diesem Zeitpunkt bereits Symptome, die sie allerdings nicht auf eine Corona-Infektion zurückführten. Daraufhin wurden 139 Kunden ermittelt, die sich in dieser Zeit von den beiden Angestellten die Haare schneiden ließen.

Auch sie mussten für zwei Wochen in Quarantäne, allerdings gab keiner von ihnen an, Symptome zu haben. Die Forscher boten den Kunden kostenlose Corona-Tests an. 67 von ihnen nahmen das Angebot an und ließen sich untersuchen. Das Ergebnis: Keiner wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Und auch die anderen Mitarbeiter des Salons steckten sich offenbar nicht an.

Masken spielen beim Schutz vor Ansteckung eine wichtige Rolle

Das ist durchaus überraschend, denn in einem Friseursalon gilt das Ansteckungsrisiko wegen des direkten Kontakts zu anderen Menschen als besonders hoch.

Die Forscher rekonstruierten, dass der Haarschnitt pro Kunde mindestens 15 Minuten dauerte. Sie fragten die Kunden, ob sie für die Zeit der Behandlung die Schutzmasken vorschriftsmäßig getragen hätten. Das traf bei fast allen zu.

Nicht alle Kunden trugen qualitativ hochwertige, schützende Masken. Einige bedeckten das Gesicht auch nur mit einem Baumwolltuch. Auch die Friseure trugen vorsorglich einfach Masken aus Stoff, wie es von der Stadt Springfield verordnet wurde.

Auch wenn nicht erwiesen ist, dass es tatsächlich die Masken waren, die eine Übertragung des Virus verhindert haben, heißt es in dem Bericht, die Masken "könnten die Ausbreitung von Infektionen in der Allgemeinbevölkerung verringern".

Auch andere Faktoren könnten dazu beigetragen haben, dass sich die Kunden nicht mit dem Virus ansteckten. Zuletzt mehrten sich jedoch die Hinweise darauf, dass die Infektionszahlen dort, wo Gesichtsmasken flächendeckend getragen werden, zurückgehen.

(lau)

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