International
Gordon Sondland, Ambassador to the European Union, testifies before the House Intelligence Committee Impeachment Hearings into President Donald Trump in Washington, DC on Wednesday, November 20, 2019. PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxONLY WAP20191120243 KEVINxDIETSCH

Gordon Sondland, Amerikanischer Botschafter der EU Bild: imago images / KEVIN DIETSCH

Zeuge widerspricht Trump in Impeachment-Ermittlungen

Ein zentraler Zeuge in den Impeachment-Ermittlungen gegen Donald Trump hat dem US-Präsidenten mit Blick auf ein Telefonat Ende Juli offen widersprochen. Der US-Botschafter bei der EU, Gordon Sondland, sagte am Mittwoch bei einer öffentlichen Anhörung im Repräsentantenhaus aus, er habe am 26. Juli mit Trump telefoniert – was der Präsident bestreitet. Das Telefonat habe fünf Minuten gedauert, sagte Sondland. Er sei damals in einem Restaurant in Kiew gewesen.

Ein Mitarbeiter der US-Botschaft in Kiew, David Holmes, hatte vor wenigen Tagen im Kongress ausgesagt, er habe am 26. Juli jenes Telefonat zwischen Sondland und Trump in dem Restaurant mitgehört. Trump habe sich dabei ausdrücklich danach erkundigt, ob der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Ermittlungen in die Wege leiten werde, die Trumps politischem Rivalen Joe Biden schaden könnten. Sondland habe geantwortet: "Er wird es tun." Er habe hinzugefügt, Selenskyj werde alles tun, "um was Sie ihn bitten".

Trump hatte die Darstellung zurückgewiesen und gesagt: "Ich weiß nichts davon." Er erinnere sich nicht an eine solche Unterhaltung, "nicht mal ein bisschen".

Telefonat zwischen Sondland und Trump hat stattgefunden

Sondland bestätigte nun aber selbst, dass es das Gespräch gegeben hat. Es stimme, dass der Präsident bisweilen laut spreche. Er könne sich zwar nicht an die genauen Details des Telefonats erinnern, habe aber keinen Grund daran zu zweifeln, dass die Ermittlungen in der Ukraine dabei eine Rolle gespielt hätten und dass der andere Zeuge richtig ausgesagt habe.

Trump hatte Selenskyj in einem Telefonat am 25. Juli – also am Tag zuvor – zu Ermittlungen gegen den Sohn von Joe Biden ermuntert. Hunter Biden war bis April dieses Jahres bei dem Gaskonzern Burisma in der Ukraine beschäftigt. Joe Biden hat gute Chancen auf die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten bei der Wahl 2020, bei der Trump für die Republikaner wieder antreten will. Trump wirft Biden vor, in seiner früheren Funktion als US-Vizepräsident versucht zu haben, seinen Sohn vor der ukrainischen Justiz zu schützen. Dazu wollte der Präsident Ermittlungen in der Ukraine.

(dpa/lin)

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!

Trump-Anhängerin macht Markus Lanz sprachlos: "Das überfordert mich emotional"

In knapp einem Monat wird in den USA gewählt. Nach seiner Corona-Infektion ist Amtsinhaber Donald Trump nun ins Weiße Haus zurückgekehrt und inszeniert sich wieder als starker Mann, während er das Virus kleinredet. Dafür feiern ihn seine Befürworter – auch Tina Chittom, die am Mittwochabend bei "Markus Lanz" zu Gast ist. Doch das, was sie dort sagt, bringt nicht nur alle Studio-Gäste zur Verzweiflung, sondern macht Moderator Markus Lanz komplett sprachlos.

Während zu Beginn der Sendung der …

Artikel lesen
Link zum Artikel