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A woman in the crowd on the airport tarmac shoots a mobile phone picture of U.S. President Donald Trump at Cincinnati Municipal Lunken Airport as he arrives for an evening campaign rally in Cincinnati, Ohio, U.S., October 12, 2018. REUTERS/Jonathan Ernst

Bild: X90178

Trump setzt Obama hinter Gitter – per Fotomontage

Man ist manches gewohnt von US-Präsident Donald Trump. Und mancher Move entsetzt dann doch. Am Mittwoch  hat Trump eine polemische Fotomontage verbreitet, die seine Amtsvorgänger Barack Obama und Bill Clinton sowie die frühere Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hinter Gittern zeigt.

"Nun, da die illegalen Absprachen mit Russland eine erwiesene Lüge sind, beginnen wann die Prozesse wegen Hochverrats?", steht in Großbuchstaben über der Montage, die Trump via Twitter weiterverbreitete.

Retweet: Donald Trump hat diesen Tweet weiterverbreitet. 

Der Präsident nutzte die Montage im Kontext seiner Attacken auf den Sonderermittler Robert Mueller, der den Kontakten zwischen Trumps Wahlkampfteam 2016 und Russland nachgeht. Trump bezeichnet den Verdacht illegaler Zusammenarbeit mit Moskau regelmäßig als aus der Luft gegriffen und Muellers Ermittlungen als "Hexenjagd".

Zu den elf Menschen, welche die Fotomontage hinter Gittern zeigt, zählen auch Mueller selbst sowie Vize-Justizminister Rod Rosenstein. Dieser hatte den Sonderermittler im Mai 2017 eingesetzt. Zu sehen sind zudem der von Trump gefeuerte Direktor der Bundespolizei FBI, James Comey, und John Podesta, der frühere Wahlkampfchef von Hillary Clinton.

In einem anderen Tweet schrieb Trump: "Dies ist unsere Joe-McCarthy-Ära!". Damit verglich er die Mueller-Ermittlungen abermals mit der aggressiven und verleumderischen Verfolgung von Kommunisten und anderen vermeintlichen Landesverrätern durch den Senator McCarthy in den 50er-Jahren.

Trump führte ins Feld, dass der "wütende Mueller" und seine "Bande" aus oppositionellen Demokraten "bösartig" Druck auf Zeugen ausübten. Diese würden zum Lügen angehalten, als Gegenleistung würden ihnen Straferleichterungen versprochen.

Der Präsident hat seine Attacken auf Mueller seit den Kongresswahlen vor drei Wochen massiv verschärft. Die Untersuchungen des Sonderermittlers haben bislang zu Anklageerhebungen gegen vier frühere Trump-Mitarbeiter geführt, darunter den ehemaligen Wahlkampfchef Paul Manafort.

Im Fall Manaforts gab es auch bereits Schuldsprüche - allerdings nicht im direkten Zusammenhang mit dem Kern der Russland-Affäre, sondern wegen Banken- und Steuerbetrugs. In Washington wird spekuliert, dass weitere Anklageerhebungen gegen Mitglieder des näheren oder weiteren Trump-Umfeldes folgen könnten.

(cma/dpa/afp)

"Schluss mit dem Geklampfe auf der Feier"

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Video: watson/Saskia Gerhard, Marius Notter

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