International
President Donald Trump walks across the South Lawn of the White House in Washington, Saturday, July 11, 2020. Trump was returning from a visit to nearby Walter Reed National Military Medical Center in Bethesda, Md. (AP Photo/Pablo Martinez Monsivais)

Donald Trump sieht keinen Anlass stärker gegen das Coronavirus vorzugehen. Bild: ap / Pablo Martinez Monsivais

Florida meldet fünften Tag in Folge über 10.000 Neuinfektionen – Trump beschwichtigt

Die USA kämpfen weiterhin mit steigenden Coronavirus-Fällen. Der US-Bundesstaat Florida hat mit über 12.000 Neuinfektionen den fünften Tag in Folge über 10.000 Fälle gemeldet.

"Wir haben Glut und wir haben Flammen. Florida wurde flammenartiger, aber es ist – es ist unter Kontrolle zu bekommen", erklärte US-Präsident Trump am Sonntag. Mindestens 14 Staaten haben bislang im Juli Rekordzahlen für Krankenhausaufenthalte im Zusammenhang mit dem neuartigen Virus gemeldet, darunter Alabama, Arizona, Georgia, Florida, North Carolina, Nevada und Texas.

Dennoch drängt die US-Regierung darauf, die Schulen in wenigen Wochen wieder zu öffnen und widersetzt sich einem Bundesmandat, in der Öffentlichkeit Masken zu tragen. Trump bekräftigte beim Fernsehsender "Fox News" seine Behauptung, dass der Virus irgendwann verschwinden würde. "Ich werde irgendwann recht haben", sagte er.

"Es wird verschwinden und ich werde recht haben."

Donald Trump

Zahlen in den USA sehen nicht gut aus

In den Vereinigten Staaten zeigten Statistiken der Zentren für Seuchenkontrolle (CDC) das Gegenteil – steigende Zahlen bei Infektionen, Todesfällen, Krankenhausaufenthalten und eine höhere Rate an positiven Testergebnissen. Trump erklärte, er stimme CDC-Direktor Robert Redfield nicht zu, dass dieser Herbst und Winter eine der schwierigsten Zeiten für die öffentliche Gesundheit in den USA sein würden, da Krankenhäuser zusätzlich zu Covid-19 mit der saisonalen Grippe zu kämpfen hätten.

"Ich weiß es nicht und ich glaube nicht, dass er es weiß", sagte Trump. In Bezug auf die Warnungen des US-Seuchenexperten Dr. Anthony Fauci sagte Trump, Fauci sei "ein kleiner Schwarzseher". Dieser hatte gewarnt, dass die Fälle in den USA bald 100.000 pro Tag überschreiten könnten, wenn die Amerikaner nicht die notwendigen Schritte unternehmen würden, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen.

Die Bemühungen einiger Staaten, die Pandemie einzudämmen werde durch einen Engpass bei Testkits sowie verspätete Ergebnisse behindert, erklärte Dr. Francis Collins, Direktor der nationalen Gesundheitsinstitute dem Sender "NBC". Teilweise würden die Menschen bis zu einer Woche auf ihr Testergebnis warten. "Das untergräbt wirklich den Sinn der Tests," sagte Collins.

Anstatt die Testmöglichkeiten zu erweitern, will die Trump-Regierung laut Berichten der Washington Post und der New York Times ein geplantes Budget über 25 Milliarden Dollar für Tests und Kontaktverfolgung blockieren. Das Weiße Haus lehnte eine Stellungsnahme zu den Zeitungsberichten zunächst ab.

(lin/rtr)

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!

70.000 Dollar für Friseure: Twitter-User lachen über Donald Trump

Ein Bericht der "New York Times" über die Steuerangaben von US-Präsident Donald Trump könnte den Druck auf Trump verstärken, der Öffentlichkeit Informationen zu seinen Finanzen vorzulegen. Die Zeitung schrieb am Sonntag unter anderem, dass der US-Präsident in den Jahren 2016 und 2017 jeweils nur 750 Dollar Einkommensteuer auf Bundesebene bezahlt habe. Trump bezeichnete den Bericht als "totale fake news".

Aus den Unterlagen, die der "New York Times" vorliegen, geht außerdem hervor, dass er …

Artikel lesen
Link zum Artikel