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November 16, 2018 - Eloy, Arizona, USA - Candlelight vigil at the Eloy Detention Center in Eloy, Arizona. Eloy is a private prison owned and operated by CoreCivic under a contract with US Immigration and Customs Enforcement. Illegal immigrants are held at the facility while they await a hearing before a judge . The protest was organized by the Puente Human Rights movement to highlight conditions at the prison and the illegal incarceration of detainees. Supporters called for the abolishment of I.C.E and rights of migrants |

Bild: ZUMA Wire / Christopher Brown

"Tickende Zeitbombe": Interner Bericht zeichnet verheerendes Bild von US-Migrantenlagern

Die interne Aufsichtsbehörde des US-Heimatschutzministeriums hat ein verheerendes Bild von Lagern gezeichnet, in denen Migranten nach dem illegalen Grenzübertritt aus Mexiko in die USA festgehalten werden.

So wird die Situation in den Lagern beschrieben:

Die meisten alleinreisenden erwachsenen Migranten, die bis zu einem Monat in den Lagern seien, hätten in der ganzen Zeit nicht duschen können, hieß es in dem Bericht. In manchen Einrichtungen seien Feuchttücher für die persönliche Hygiene verteilt worden.

Die meisten Migranten würden die Kleidung tragen, mit der sie aufgegriffen worden seien. Viele von ihnen würden nur Sandwiches zu essen bekommen. Einige der Festgehaltenen hätten dadurch Verdauungsprobleme entwickelt, die medizinische Behandlung erfordert hätten.

Die Situation für Kinder in den Lagern ist verheerend

Die Aufsichtsbehörde bemängelte, in drei Einrichtungen hätten Kinder keinen Zugang zu Duschen gehabt. In zwei Lagern hätten Kinder keine warmen Mahlzeiten erhalten, sondern Sandwiches oder Snacks.

826 der 2669 Kinder in den inspizierten Einrichtungen seien länger als 72 Stunden festgehalten worden. Innerhalb dieser Frist müssen Kinder in die Obhut des US-Gesundheitsministeriums übergeben werden.

Tickende Zeitbombe

Der OIG-Bericht enthält Fotos, die völlig überfüllte Zellen zeigten. In einer Einrichtung seien einige Migranten eine Woche lang in einer derart überfüllten Zelle festgehalten worden, dass dort nur Platz zum Stehen gewesen sei, hieß es weiter.

A portion of a report from government auditors reveals images of people penned into overcrowded Border Patrol facilities, photographed Tuesday, July 2, 2019, in Washington. The report released Tuesday by the Department of Homeland Security's Office of Inspector General warns that facilities in South Texas' Rio Grande Valley face

Bild: AP / Andrew Harnik

Leitende Mitarbeiter der besichtigten Einrichtungen hätten angesichts der Umstände Sicherheitsbedenken für ihre Kollegen und die festgenommenen Migranten geäußert. Einer habe die Situation "eine tickende Zeitbombe" genannt.

In einer in dem Bericht enthaltenen Reaktion des Heimatschutzministeriums auf die Ergebnisse der Inspektionen heißt es: "Die derzeitige Lage an der Südgrenze stellt eine akute und sich verschlimmernde Krise dar." Das System sei nicht auf die große Zahl an Migranten ausgerichtet. Vor allem die große Zahl der unbegleiteten Minderjährigen bringe die Einrichtungen an ihre Grenzen.

So reagiert die Politik auf den Bericht

Die Sprecherin des Abgeordnetenhauses, die Demokraten Nancy Pelosi, forderte US-Präsident Donald Trump dazu auf, Schritte zu ergreifen, um die Bedingungen für die aufgegriffenen Kinder und Familien zu verbessern. Der republikanische Präsident hatte am Montag ein Gesetz unterzeichnet, das 4,6 Milliarden US-Dollar (4,04 Mrd Euro) für die Bekämpfung der humanitären Krise an der Grenze zu Mexiko bereitstellt.

(ll/dpa)

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