International

US-Regierung will Migrantenkinder noch länger als bisher festhalten 

Nach dem Willen der US-Regierung sollen Migrantenkinder nach der illegalen Einreise in die USA länger als bisher in Gewahrsam genommen werden können. Die neuen Regeln, die das Heimatschutzministerium am Donnerstag in Washington ankündigte, sollen eine Vereinbarung aus dem Jahr 1997 ersetzen, wonach eine Inhaftierung von Kindern auf 20 Tage begrenzt ist. Künftig sollen sie – zusammen mit ihren Eltern – länger festgesetzt werden können.

Das Ministerium sprach von einem wichtigen Schritt, um die Kontrolle an der Grenze zurückzugewinnen. Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen beklagte, heute gebe es bei der Festsetzung illegaler Einwanderer noch rechtliche Schlupflöcher. Ziel sei es, Anreize für die illegale Migration zu beseitigen.

Secretary of Homeland Security Kirstjen Nielsen speaks to George Washington University's Center for Cyber and Homeland Security, in Washington, Wednesday, Sept. 5, 2018. Nielsen lays out her vision for the sprawling department, as midterm elections loom amid persistent threats of hacking and the immigration debate continues to rage. (AP Photo/Cliff Owen)

Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen Bild: AP

Der Umgang mit Migrantenkindern an der Grenze zwischen den USA und Mexiko – und die Trennung von ihren Familien – hatte in den vergangenen Monaten für viel Aufsehen gesorgt. Die Maßnahme war Teil der "Null-Toleranz-Politik" von US-Präsident Donald Trump, mit der die US-Behörden illegale Einwanderer an der Südgrenze zu Mexiko zurückhalten wollten. Angesichts massiver Kritik auch in seiner republikanischen Partei und der Berichte von traumatisierten Kindern und Eltern vollzog Trump jedoch eine Kehrtwende und ordnete per Dekret ein Ende der umstrittenen Praxis an.

(pbl/dpa)

Die "Null-Toleranz-Politik" der USA:

Trump hält bei Wahlkampfauftritt an unbelegten Wahlbetrugsvorwürfen fest

Die Menschen in den USA haben gewählt. Joe Biden ist der neue Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Donald Trump will seine Niederlage jedoch nicht anerkennen. Alle Informationen im Newsblog von watson.

Joe Biden hat die Wahl zum US-Präsidenten gegen Amtsinhaber Donald Trump gewonnen. Der Demokrat konnte sich nach tagelangem Auszähl-Wahnsinn in Pennsylvania so viele Stimmen sichern, dass ihn Trump nicht mehr einholen kann. Auf Twitter erklärte Biden, er werde ein Präsident für alle Amerikaner" sein.

Amtsinhaber Trump indes behauptet, die Demokraten um Herausforderer Joe Biden wollten ihm durch Betrug diesen Sieg wegnehmen. Auf Twitter erklärte er sich selbst zum Gewinner und erkannte Bidens …

Artikel lesen
Link zum Artikel