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Democratic presidential candidate Sen. Elizabeth Warren, D-Mass., speaks at a campaign event, Monday, Feb. 24, 2020, in Charleston, S.C. (AP Photo/Patrick Semansky)

Elizabeth Warren ist aus dem Präsidentschaftrennen ausgestiegen. Bild: ap / Patrick Semansky

Warren ist raus – und empfiehlt erstmal keinen Kandidaten

Da waren es nur noch drei: Die Senatorin Elizabeth Warren hat sich aus dem Rennen der Demokraten um die US-Präsidentschaftskandidatur verabschiedet. Warren erklärte am Donnerstag offiziell ihren Rückzug aus dem Rennen. Sie sprach sich - anders als vorherige Aussteiger - aber zunächst nicht für einen der verbleibenden Bewerber aus. Warren sagte, sie müsse über diese Frage noch etwas nachdenken. Mit ihrem Rückzug sind die Vorwahlen der Partei sind nun endgültig ein rein männlicher Zweikampf zwischen dem linken Senator Bernie Sanders und dem früheren US-Vizepräsidenten Joe Biden.

Warren war aussichtsreich in das Rennen ihrer Partei eingestiegen und hatte über längere Zeit in nationalen Umfragen unter den demokratischen Präsidentschaftsbewerbern weit vorne gelegen. Doch in den ersten vier Vorwahlstaaten Iowa, New Hampshire, Nevada und South Carolina schnitt sie nur schwach ab und enttäuschte auch am "Super Tuesday" bei Abstimmungen in 14 Bundesstaaten: Sie gewann dort keinen einzigen Staat für sich und verlor selbst in ihrer Heimat Massachusetts.

Warren: "Bereue nichts"

Am Donnerstag trat Warren vor ihrem Haus in Massachusetts vor die Presse und dankte Unterstützern und Mitarbeitern für den Wahlkampf der vergangenen Monate. "Ich bereue nichts", sagte sie. "Das war die Ehre meines Lebens." Sie bewerbe sich zwar nicht mehr um die Präsidentschaft, werde aber weiter für mehr Gerechtigkeit im Land kämpfen. "Das ist der Kampf meines Lebens."

Zu der Frage, ob es nicht enttäuschend für viele Mädchen und Frauen im Land sei, dass das Präsidentschaftsrennen nun eine reine Männer-Domäne sei, sagte sie: "All die kleinen Mädchen müssen noch vier Jahre warten."

Warrens Ausstieg spielt Sanders in die Hände, der wie sie eine klar linke Agenda vertritt und somit um die gleiche Anhängerschaft buhlt. Sie empfahl ihren Anhängern aber zunächst nicht, dessen Kampagne zu unterstützen, ebenso wenig wie jene Bidens.

Dessen letzte direkte Konkurrenten aus dem moderaten Teil der Partei - Ex-Bürgermeister Pete Buttigieg, Senatorin Amy Klobuchar und der schwerreiche frühere New Yorker Bürgermeister, Michael Bloomberg - hatten sich bereits zuvor aus dem Rennen verabschiedet und sich für Biden als Präsidentschaftskandidaten ausgesprochen. Das hatte Biden einen deutlichen Schub versetzt. Die Partei hat nun also die Wahl zwischen einem Vertreter des linken und des gemäßigten Lagers.

Vorwahlen gehen noch bis Juni

Formell gibt es nach Warrens Rückzug noch drei demokratische Präsidentschaftsbewerber: Neben Biden und Sanders ist die Kongressabgeordnete Tulsi Gabbard ebenfalls weiter im Rennen. Doch politisch spielt sie keinerlei Rolle. Ursprünglich hatten sich bei den Demokraten fast 30 Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur ihrer Partei bemüht. Die meisten stiegen jedoch nach und nach aus, mit dem Fortschreiten der Vorwahlen zuletzt immer schneller.

Nach dem "Super Tuesday" stehen die nächsten Vorwahlen am 10. März in den Bundesstaaten Idaho, Michigan, Mississippi, Missouri, North Dakota und Washington an. Ein weiterer größerer Abstimmungstag folgt am 17. März mit Vorwahlen in Arizona, Florida, Illinois und Ohio. Die Vorwahlen ziehen sich insgesamt noch bis in den Juni hin. Im Sommer stehen dann die Nominierungsparteitage an, bei denen die Demokraten und die Republikaner ihre Präsidentschaftskandidaten offiziell küren. Die Demokraten tagen im Juli, die Republikaner im August.

US-Präsident Donald Trump tritt bei der eigentlichen Wahl am 3. November für eine zweite Amtszeit an. Seine Nominierung ist sicher - er hat bei den Republikaner als Amtsinhaber keine ernstzunehmende parteiinterne Konkurrenz. Er schrieb am Donnerstag auf Twitter, Warren hätte sich bereits früher zurückziehen sollen. Ihr Warten habe Sanders mehrere Siege in "Super Tuesday"-Staaten gekostet.

(dpa-afxp)

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