International
Bild

Eine entblößte Demonstrantin sitzt in Portland vor Polizisten. screenshot: twitter/@DonovanFarley

Mutiger Protest: Entblößte Frau stellt sich Trumps Bundespolizei entgegen

In der Stadt Portland im US-Bundesstaat Oregon kommt es seit dem Tod von George Floyd immer wieder zu Ausschreitungen und Protesten. Die Stadt gilt als ein linksliberales Zentrum der USA.

US-Präsident Donald Trump hatte, gegen den Willen der Stadt, militarisierte Bundespolizisten nach Portland geschickt, weil "die zuständige Führung seit Monaten die Kontrolle verloren" habe. Die Situation ist seitdem eskaliert und es kommt jede Nacht zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei.

Am Sonntag hatte der Bürgermeister von Portland, Ted Wheeler, Donald Trump dazu aufgefordert, die Bundestruppen wieder abzuziehen.

"Nackte Athene" deeskaliert die Lage in Portland

Ein Video, das auf Twitter viral geht, zeigt eine nackte Demonstrantin, die lediglich eine Schutzmaske trägt. Sie stellt sich vor das Polizeiaufgebot, das zuvor mit Pfefferspray und Tränengas gegen die Demonstranten vorgegangen war.

Die Aktion deeskalierte die angespannte Lage und die Bundespolizisten zogen sich zurück. Nach etwa 15 Minuten war der Protest der mutigen Demonstrantin vorbei und sie verschwand wieder ebenso überraschend wie sie aufgetaucht war, wie auf Twitter zu sehen ist.

Die Polizei zieht ab

Bilder des Protests werden im Internet tausendfach geteilt. Twitter-Nutzer tauften die Demonstrantin "Nackte Athene", und verwiesen damit auf die griechische Göttin der Weisheit, der Strategie, des Kampfes und der Kunst.

Für ihre Aktion hat die Demonstrantin keine Konsequenzen zu befürchten: Die Stadt Portland bestraft Nacktheit als politisches Statement nicht. Zwei Gerichtsurteile haben Präzedenzfälle geschaffen, die Hüllenlosigkeit als legitime Form des Protests anerkennen und die Gesetze zum öffentlichen Anstand außer Kraft setzen.

Das ganze Video von der Aktion könnt ihr euch hier anschauen.

(vdv)

4
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen

Rechtsmediziner untersucht Corona-Tote und berichtet von Auffälligkeit

Das Coronavirus greift weiter um sich. Mehr als 90.000 Menschen sind mittlerweile nach einer Infektion mit dem neuartigen Virus gestorben. Alleine in Deutschland starben mehr als 2000 Corona-Infizierte.

Einige der Toten kamen nach ihrem Ableben zu Klaus Püschel. Er ist Direktor des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf in Hamburg. Seine Aufgabe ist es, die Corona-Toten zu obduzieren. Doch: Warum macht man das überhaupt? Schließlich ist klar, dass der Tod der …

Artikel lesen
Link zum Artikel