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FILE- In this June 14, 2018, file photo, Tesla CEO and founder of the Boring Company Elon Musk speaks at a news conference in Chicago. Tesla is suing a former employee at its Nevada battery factory alleging that he hacked into the manufacturing computers and disclosed confidential trade secrets. The federal lawsuit filed Wednesday, June 20, contends that Martin Tripp of Sparks, Nev., also made false claims to the media about information he stole, including claims that the company used punctured battery cells in the Model 3 electric car. (AP Photo/Kiichiro Sato)

Tesla-Musk teil auf Twitter aus. Bild: Kiichiro Sato/ap

Thai-Höhlen-Drama: Musk beschimpft Rettungstaucher nach Kritik als "Pädophilen"

Gute PR oder guter Wille: Was genau Elon Musk zu seinen Aktionen rund um das Höhlen-Drama in Thailand getrieben hat, wird nur er selber wissen. Auf die jüngste Kritik eines Rettungstauchers reagierte der Tesla-Chef aber sehr dünnhäutig – und äußerst primitiv.

Die Vorgeschichte: Musk hatte für den Einsatz zur Rettung der 12 in einer thailändischen Höhle eingeschlossenen Jungen und ihrem Trainer seine Hilfe angeboten. Nachdem er Videos eines Mini-U-Bootes auf Twitter veröffentlicht hatte, reiste der Tesla-Chef in Eigenregie nach Thailand – und verschaffte sich während der Bergung Zugriff zur Höhle. So schnell wie er kam, ging er dann aber auch wieder. 

War alles nur ein PR-Gag?

Nun äußerte sich Rettungstaucher Vern Unsworth in einem Interview mit CNN über das Vorhaben des Tesla-Chefs: Es bestand überhaupt keine Chance, dass Musks Idee funktioniert hätte. "Er soll es sich dahin schieben, wo es weh tut", sagte er laut dem Sender.

Musk hätte überhaupt keine Vorstellung vor der Höhle gehabt, so Unsworth. Das Mini-U-Boot hätte nicht weiter als 50 Meter in die Höhle vordringen können – zu lang und unflexibel sei dieses, um in die verwinkelten Kanälen zu tauchen und Hindernisse zu überwinden. Die Aktion sei schlichtweg ein PR-Gag gewesen. 

So verlief die Rettung der Jungs aus der Höhle in Thailand

Nach seinem Abgang verkündete Musk per Twitter, dass er das Mini-U-Boot – welches im Übrigen nach dem Fußball-Team der Jungen "Wild Boar" (dt.: Wildes Wildschwein) benannt wurde – in der Höhle für einen späteren Einsatz zurücklasse. Davon machten die Retter aber keinen Gebrauch. 

Und im Übrigen: Musk habe die Höhle nicht freiwillig verlassen, so Unsworth. Man habe ihn aufgefordert, schnell zu verschwinden.

Die Reaktion von Musk ließ nicht lange auf sich warten:

Am Sonntag – einen Tag, nachdem das Interview auf CNN gesendet wurde – beschimpfte Elon Musk den Rettungstaucher per Twitter. Er habe den Typen nie gesehen, als er in der Höhle war. Weiter bezeichnete er ihn als Pädophilen. 

Wenig später waren die Tweets nicht mehr zu finden. Allerdings hatten empörte User Screenshots gemacht und ins Netz gestellt. Tesla und ihr Chef waren für eine Stellungnahme nicht verfügbar.

(vom)

Elon Musk äußert sich öfter mal erstaunlich:

Mehr Informationen zu der Rettung in Thailand:

Endlich draußen! Alle Jungen und ihr Trainer aus der Höhle in Thailand gerettet

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