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Demonstrators man a barricade during clashes with the Bolivarian National Guard in Urena, Venezuela, near the border with Colombia, Saturday, Feb. 23, 2019. Venezuela's National Guard fired tear gas on residents clearing a barricaded border bridge between Venezuela and Colombia on Saturday, heightening tensions over blocked humanitarian aid that opposition leader Juan Guaido has vowed to bring into the country over objections from President Nicolas Maduro. (AP Photo/Rodrigo Abd)

In den vergangenen Tagen sind in Venezuela mehrere Menschen bei den gewaltsamen Zusammenstößen zwischen den Anhängern des umstrittenen Präsidenten Maduro und dem selbst ernannten Interimspräsident Guaidó gestorben. Bild: AP

Schüsse, Blockaden, Krawalle – Tödliches Chaos nach Hilfslieferungen für Venezuela

Scharfe Waffen gegen Lebensmittel und Medizin: Venezuelas umstrittener Präsident Nicolás Maduro hat sein Land in eine Festung verwandelt und lässt keine humanitäre Hilfe für seine Bevölkerung ins Land.

Venezuelas selbst ernannter Interimspräsident Juan Guaidó kündigte am Samstagabend (Ortszeit) an, er werde am Montag mit US-Vizepräsident Mike Pence und den lateinamerikanischen Außenministern der sogenannten Lima-Gruppe in Bogota zusammenkommen, um nächste Schritte zu besprechen.

Pompeo verurteilte die Gewalt von "Maduros Schlägern" gegen die Zivilbevölkerung Venezuelas. Nunmehr sei die Zeit gekommen, die verzweifelten Menschen in Venezuela zu unterstützen, kündigte er auf Twitter an. "Was für ein kranker Tyrann stoppt Nahrung für hungrige Menschen?", schrieb er weiter.

A demonstrator throws rocks during clashes with the Bolivarian National Guard in Urena, Venezuela, near the border with Colombia, Saturday, Feb. 23, 2019. Venezuela's National Guard fired tear gas on residents clearing a barricaded border bridge between Venezuela and Colombia on Saturday, heightening tensions over blocked humanitarian aid that opposition leader Juan Guaido has vowed to bring into the country over objections from President Nicolas Maduro. (AP Photo/Rodrigo Abd)

In der Nähe der Grenze zu Kolumbien wirft ein Demonstrant mit Steinen nach den verbliebenen Einsatzkräften von Präsident Maduro. Bild: AP

Das US-Außenministerium forderte freien Zugang für humanitäre Hilfe für Venezuela und kritisierte das Verhalten Maduros, der "kriminelle Banden" an die Grenzen schicke, um die Konvois mit Hilfsgütern zu stoppen. "Morgen ist ein neuer Tag", heißt es in einer am späten Samstagabend veröffentlichten Mitteilung des State Department. Dies sei eine Gelegeheit für die Streitkräfte Venezuelas, "das Richtige zu tun".

Die von Guaidó mit Unterstützung von Kolumbien, Brasilien, Chile und den USA für Venezuela bereitgestellte humanitäre Hilfe wurde am Samstag an verschiedenen Grenzpunkten von Sicherheitskräften Maduros gestoppt. Sowohl an der Grenze zu Kolumbien sowie an der zu Brasilien kam es zu schweren Zwischenfällen mit mindestens drei Toten und rund 300 Verletzten.

Ein Reporter des ZDF ist vor Ort in Venezuela:

Auf einer der Grenzbrücken zu Kolumbien wurden vier Lastwagen von venezolanischen Sicherheitskräften mit Tränengas und Gummigeschossen zum Stehen gebracht, nachdem sie eine erste Barriere durchbrochen hatten. Zwei der Lastwagen gerieten in Brand, wie der Sender Radio Caracol berichtete. Die Lastwagen mit Lebensmitteln und Medikamenten wurden vorläufig von den Grenzübergängen zurückgezogen.

Ein aus Puerto Rico kommendes Schiff mit Hilfsgütern wurde in der Karibik von venezolanischen Kriegsschiffen unter Androhung von Waffeneinsatz abgewiesen.

The vessel 7-Seas supply ship, which was scheduled to transport aid to Venezuela is docked  in a port of Willemstad on the island of Curacao, February 22, 2019. REUTERS/Henry Romero

Bild: X90174

Venezuela hat in der Krise um die Einfuhr von Hilfsgütern die diplomatischen Beziehungen zum Nachbarland Kolumbien abgebrochen. "Wir können nicht weiter tolerieren, dass sich kolumbianisches Gebiet für eine Aggression gegen Venezuela hergibt", sagte Maduro bei einer Massenkundgebung seiner Anhänger in Caracas. Alle kolumbianischen Diplomaten und Konsularbeamten sollten binnen 24 Stunden das Land verlassen.

Kolumbiens Außenminister Carlos Holmes Trujillo kritisierte die Ankündigung Maduros und bekräftigte, seine Regierung erkenne dessen Gegenspieler Juan Guaidó als Präsidenten Venezuelas an. Zum Schutz der kolumbianischen Diplomaten habe er jedoch deren Rückreise nach Kolumbien angeordnet.

Maduro bezeichnete den selbst ernannten Interimspräsidenten Guaidó als "Clown, Hampelmann, Marionette des US-Imperialismus". Maduro erklärte sich zum Sieger in dem Tauziehen um die Hilfsgüter. "Der Staatsstreich (der Opposition) ist gescheitert", sagte er. Nach Ansicht Maduros hat die Hilfsgüteraktion seines Kontrahenten Guaidó das Ziel, eine militärische Intervention und den Sturz der Regierung einzuleiten. In Venezuela herrscht ein schwerer Notstand in der Lebensmittel- und Medikamentenzulieferung.

(pb/dpa)

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Krise in Venezuela: Präsident Maduro bricht diplomatische Beziehungen zu USA ab

Die Staatskrise in Venezuela hat sich dramatisch zugespitzt. Bei neuen Massenprotesten hat sich jetzt der Parlamentspräsident des entmachteten Parlaments zum neuen Staatschef ernannt. Zudem hat Venezuela die diplomatischen Beziehungen zu den USA abgebrochen.

Das diplomatische Personal müsse innerhalb von 72 Stunden das Land verlassen, sagte Präsident Nicolás Maduro am Mittwoch. Die USA hatten zuvor Parlamentspräsident Juan Guaidó als Übergangspräsidenten anerkannt

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